Zum Ende der Woche durfte ich an einer Wohnungsbesichtigung teilnehmen. Vor dem Termin wurde die Wohnung noch einmal kontrolliert. Außerdem gibt es für jede Wohnung ein Portfolio mit den wichtigsten Informationen (wie z.B Größe , Preis, etc.). Dieses wird zu jeder Besichtigung mitgenommen.
In meiner ersten Woche habe ich außerdem gelernt, dass die Kaffeekultur im Kosovo eine zentrale Rolle spielt. Viele geschäftliche Gespräche und Besprechungen finden bei einem Kaffee statt. Auch längere gemeinsame Kaffeepausen im Büro sind hier ganz normal.
Zum Thema Nachhaltigkeit konnte ich bisher folgende Beobachtungen machen:
Außendiensttermine werden so geplant, dass mehrere Termine nacheinander wahrgenommen werden können. So müssen die Mitarbeiter zwischen den Terminen nicht immer wieder zurück ins Büro fahren. Der Grund für diese Planung ist zwar in erster Linie das hohe Verkehrsaufkommen in der Stadt, dennoch trägt sie aber dazu bei, Kraftstoff zu sparen und die Umweltbelastung durch unnötige Fahrten zu reduzieren. Für die Fahrten nutzen die Mitarbeiter ihre Privatautos. Bisher fährt jedoch keiner von ihnen ein Elektroauto.
Die Mülltrennung spielt nach meinem Eindruck keine große Rolle, da alle Abfälle gemeinsam in einem Müllbehälter entsorgt werden.
Gelegentlich kommt es hier auch zu Stromausfällen. In solchen Fällen werden die Wohnkomplexe durch Notstromaggregate mit Strom versorgt. Nach meiner Recherche habe ich festgestellt, dass der Einsatz solcher Aggregate aus ökologischer Sicht eher kontraproduktiv ist, da sie zusätzliche CO₂-Emissionen und andere Luftschadstoffe verursachen. In solchen Situationen sind sie jedoch eine notwendige Übergangslösung.