Archiv für den Monat: Februar 2026

Nach der Mobilität

Vor Beginn meiner Auslandsmobilität hatte ich klare Erwartungen an mein Praktikum. Mein Ziel war es, mein bereits vorhandenes Fachwissen durch die Mitarbeit an praxisorientierten und internationalen Projekten zu vertiefen und zu erweitern. Besonders wichtig war mir dabei, neue Arbeitsmethoden und innovative Lösungsansätze aus einem internationalen Kontext kennenzulernen. Weitere zentrale Aspekte meiner Erwartungen waren, mehr Sicherheit im Umgang mit neuen und unbekannten Situationen zu gewinnen  sowie meine Teamfähigkeit auf internationaler Ebene weiterzuentwickeln. 

Rückblickend kann ich sagen, dass sich meine Erwartungen in vielerlei Hinsicht erfüllt und teilweise sogar übertroffen haben. In den vergangenen Wochen konnte ich zahlreiche wertvolle Erfahrungen sammeln und mein fachliches Wissen, bezüglich dem Vertrieb und dem Marketing von Produkten, deutlich erweitern. Durch die aktive Mitarbeit in Projekten erhielt ich praxisnahe Einblicke in andere Arbeitsweisen und konnte neue Perspektiven kennenlernen. Besonders bereichernd war die internationale Zusammenarbeit, durch die ich nicht nur meine Kommunikations- und Teamfähigkeit stärken, sondern auch mein interkulturelles Verständnis vertiefen konnte, dabei hilfte mir besonders der Besuch von unseren ungarischen Arbeitskollegen.

Darüber hinaus habe ich eine deutliche persönliche Weiterentwicklung erfahren. Meine Selbstständigkeit und mein Selbstvertrauen haben sich spürbar verbessert, da ich regelmäßig eigenverantwortlich Aufgaben übernehmen und mich in neuen Situationen behaupten musste. Auch meine Anpassungsfähigkeit an neue Arbeitsumgebungen und kulturelle Gegebenheiten hat sich positiv entwickelt. Zudem konnte ich mein internationales Netzwerk erweitern, was sowohl persönlich als auch beruflich eine große Bereicherung darstellt.

Insgesamt hat das Praktikum meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern mir darüber hinaus wichtige Impulse für meine fachliche und persönliche Weiterentwicklung gegeben.

Während der Mobilität

Besonders während meines Praktikum bei einer Kanzlei in Ulaanbaatar wird mir klar, wie sehr die Arbeitsorganisation Nachhaltigkeit und Umweltschutz beeinflusst. In meinem Ausbildungsbetrieb in Deutschland können Anwälte an Tagen ohne Gerichtstermine oder bei Online-Verhandlungen komplett von zu Hause aus arbeiten. Es spart Pendelzeiten, Zeit und Energie und ermöglicht eine digitale Zusammenarbeit mit Mandanten, die wenig Papier verbraucht. Videokonferenzen und digitale Akten machen den Alltag in der Kanzlei erheblich einfacher und tragen gleichzeitig zum Umweltschutz bei. In der Mongolei variiert flexibles Arbeiten stark je nach Kanzlei. In der Kanzlei, in der ich mein Praktikum mache, haben Anwälte und Anwaltsgehilfen die Möglichkeit, ihre Arbeit individuell nach Terminen zu planen und bei Bedarf im Homeoffice zu arbeiten.

Eine wichtige Rolle kommt den Anwaltsgehilfen zu, da sie die Anwälte schrittweise unterstützen. Auf diese Weise kann man die Mobilität verringern und die Arbeit effizient organisieren, ohne dass dies zu einer Minderung der Qualität führt. Die strukturelle Umsetzung ist der Hauptunterschied zwischen den beiden Ländern: In Deutschland ist Homeoffice gut etabliert und gesetzlich gefördert, während in der Mongolei Flexibilität eher von individuellen Vereinbarungen abhängt.  

Zugleich bestehen zahlreiche Parallelen: In beiden Kanzleien wird der Versuch unternommen, Termine sinnvoll zu bündeln und überflüssige Wege zu vermeiden. Umweltbewusstsein und Effizienz stehen also in enger Verbindung. Ich sehe das größte Verbesserungspotenzial in der weiteren Digitalisierung der Arbeitsabläufe in der Mongolei. Durch mehr digitale Meetings und elektronische Akten könnte die Flexibilität weiter gesteigert und der Mobilitätsaufwand verringert werden.

Gleichzeitig kann mein Ausbildungsbetrieb in Deutschland von der pragmatischen und flexiblen Terminplanung in der Mongolei lernen: Arbeitszeiten nach den tatsächlichen Terminen auszurichten, steigert Effizienz und Zufriedenheit gleichermaßen.

Insgesamt zeigt der Vergleich: Nachhaltige Arbeitskultur bedeutet nicht nur, Ressourcen zu schonen, sondern auch den Arbeitsalltag angenehmer und effizienter zu gestalten. Flexible Organisation, digitale Kommunikation und bewusst geplante Termine sind einfache, aber wirkungsvolle Schritte, von denen sowohl deutsche als auch mongolische Kanzleien profitieren können.

Suriname – während der Mobilität letzter Teil😭

Einen wunderschönen guten Tag aus Suriname. Ich weiss garnicht wo ich anfangen soll. Die Familie meines Chefs hat mich aufgenommen als wäre ich ein Teil der Familie. Am Freitag sind wir zu einem Projekt in einem Dorf gefahren wo Solaranlagen mitten in einem Dorf im Dschungel gebaut wurden.Es wurde 3 Jahre lang gebaut und versorgt nun 10 Dörfer die entlang des surinam river liegen mit Strom. Das Projekt hat einen Wert in Höhe von 3.2 Milionen Dollar. Und wurde von der Regierung zusammen mit Geschäftspartnern aus Dänemark finanziert. Es waren rund 250 – 280 Mitarbeiter am Werk. Sie schlafen die woche über in selbstgebauten Holzhütten und fahren am Wochenende zurück zu ihren Familien. Wir haben am Freitag die Chance genutzt und haben die 10 Dörfer besucht und uns alles angesehen. Dies haben wir mit einer Bootstour durch den surinam river verbunden. Es war traumhaft. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und bin traurig das der letzte Tag näher rückt.

Nachhaltigkeit im Kanzleialltag – Fokus Energie & Strom

Ich habe das Thema Energie- und Stromverbrauch im Kanzleialltag kurz mit dem Anwalt hier in der Mongolei besprochen und dabei meinen Ausbildungsbetrieb in Düsseldorf mit meinem Praktikumsbetrieb in der Mongolei verglichen.

Ein zentraler Aspekt der Nachhaltigkeit ist die Energieversorgung. In meinem Ausbildungsbetrieb in Düsseldorf profitieren wir von modernen infrastrukturellen Rahmenbedingungen. Das Büro befindet sich in einem gut gedämmten Gebäude mit effizienter Heiztechnik. Zudem stammt der Strom in Deutschland mittlerweile zu einem erheblichen Teil aus erneuerbaren Energien. Dadurch ist die CO₂-Belastung pro verbrauchter Kilowattstunde deutlich geringer als in Ländern, die stark auf fossile Energieträger setzen.

Im Arbeitsalltag zeigt sich Nachhaltigkeit konkret durch LED-Beleuchtung, energiesparende Geräte, Standby-Reduzierung sowie bewusstes Heiz- und Lüftungsverhalten. Computer und Drucker werden nach Feierabend ausgeschaltet, und der Energieverbrauch wird insgesamt reflektiert betrachtet.

Während meines Auslandspraktikums in der Mongolei erlebe ich eine andere Ausgangssituation. Die Energieversorgung basiert dort überwiegend auf Kohlekraftwerken. Das bedeutet, dass der gleiche Stromverbrauch automatisch mit einem höheren CO₂-Ausstoß verbunden ist. Hinzu kommt das extreme Klima: Lange, sehr kalte Winter machen intensives Heizen unvermeidbar, wodurch der Energiebedarf eines Kanzleibetriebs deutlich steigt.

Der wichtigste Unterschied liegt somit in der Energiequelle und den strukturellen Rahmenbedingungen. Deutschland befindet sich im Übergang zu erneuerbaren Energien, während die Mongolei noch stark von fossilen Brennstoffen abhängig ist.

Eine Gemeinsamkeit sehe ich jedoch im wachsenden Bewusstsein für Energiesparen. In beiden Betrieben achten Mitarbeitende darauf, Licht nur bei Bedarf zu nutzen, Geräte vollständig auszuschalten und Heizenergie nicht unnötig zu verschwenden. Nachhaltigkeit beginnt in beiden Kanzleien im täglichen Verhalten jedes Einzelnen.

Verbesserungsmöglichkeiten sehe ich insbesondere für meinen Praktikumsbetrieb in der Optimierung der Gebäudedämmung, dem Einsatz vollständig energieeffizienter Beleuchtung sowie der langfristigen Integration alternativer Energiequellen wie Solarenergie. Gleichzeitig nehme ich aus dem Praktikum eine besonders ausgeprägte Sensibilität für Ressourcenknappheit mit. Diese stärkere persönliche Verantwortung könnte auch in meinem Ausbildungsbetrieb weiter gefördert werden, beispielsweise durch regelmäßige interne Sensibilisierung zum Thema Energieverbrauch.

Der Vergleich zeigt für mich deutlich: Nachhaltigkeit im Bereich Energie ist sowohl eine Frage der technischen Infrastruktur als auch der persönlichen Haltung. Beide Betriebe stehen vor unterschiedlichen Herausforderungen, doch in beiden Fällen kann bewusstes Handeln einen messbaren Beitrag leisten.

Suriname – während der Mobilität Part 3

Ich hatte eine super schöne Arbeitswoche. Hier leben alle Religionen friedlich zusammen und die chinesische Bevölkerung hier im Land hat das Neujahrsfest gefeiert. Mein Chef und seine Familie haben mich sehr lieb aufgenommen und wir haben zusammen gegessen und gefeiert. Es ist unglaublich wie man sich hier gegenseitig unterstützt und respektiert obwohl hier alle Religionen vertreten sind und alle Gottes Häuser nebeneinander stehen. Sehr schön zu sehen,dass es doch auch anders geht. Neben den Appartements in dem ich wohne hat die firma meines Chefs ein spannendes Bauprojekt gehabt von einem Abgeordneten hier vor Ort. Wir haben Bestellungen erstellt und Baupläne visualisiert. Das Haus ist noch nicht fertig aber anbei sende ich euch ein Bild davon. Morgen hat mein Chef und seine Familie eine Überraschung für mich vorbereitet. Ich berichte. Liebe Grüße aus 32° und der wunderschönen Natur.

Während der Mobilität 3 (2/2)

In den vergangenen Tagen meines Praktikums habe ich besonders viel über die professionelle Zusammenarbeit mit Handelskunden gelernt. Ein zentraler Punkt dabei war, wie wichtig eine offene, transparente und gleichzeitig lösungsorientierte Kommunikation ist, vor allem dann, wenn es um Herausforderungen wie Verluste oder rückläufige Ergebnisse geht.

Ein weiteres zentrales Thema war die Nachhaltigkeit. Während ich eine Arbeitskollegin bei der Erstellung einer Produktpräsentation für einen neuen Einkäufer unterstützte, stellte sich heraus, dass neben den Produkten selbst auch ihre Verpackungen genauer vorgestellt werden sollen. Der Grund dafür ist, dass das verwendete Material zu einem hohen Anteil aus recycelbarem Kunststoff besteht. Mein Praktikumsbetrieb arbeitet zudem mit Plastic Bank zusammen, dabei wird Kunststoffmüll an Küsten gesammelt und anschließend für die Produktion unserer Produkte wiederverwendet. Aber auch mein Ausbildungsbetrieb entwickelt und implementiert branchenübergreifend nachhaltige Strategien, Technologien und Lösungen, z. B. für die CO₂‑Reduktion und Klimatransformation sowie nachhaltige Lieferketten.

Zum Abschluss meines Praktikums sind wir als Team spanische Tapas essen gegangen. Es war ein schöner Moment, um noch einmal in entspannter Atmosphäre zusammenzukommen. Der Abend hat mir gezeigt, wie wertvoll ein gutes Team ist, nicht nur im Arbeitsalltag, sondern auch menschlich. Die Gespräche, das Lachen und das gemeinsame Essen haben die letzten Tage perfekt abgerundet.

Während der Praktikum – Neujahrsfest in der Mongolei

Diese Woche fällt in der Mongolei das wichtigste traditionelle Fest des Jahres: Tsagaan Sar, das mongolische Neujahrsfest. Es beginnt mit dem ersten Neumond, und die Feierlichkeiten starten bereits am Vorabend gegen 17 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt kommen die Familien zusammen und bereiten alles für das neue Jahr vor.

Die ersten drei Tage sind gesetzliche Feiertage, und in dieser Zeit bleiben viele Behörden, Unternehmen und auch Rechtsanwaltskanzleien geschlossen. In unserer Kanzlei war diese Woche ebenfalls fast vollständig frei, da die Anwälte ihre Verwandten besuchen mussten. Viele Familien leben weit außerhalb der Stadt, sodass sie schon vor dem Feiertag losreisen, um pünktlich bei den ältesten Familienmitgliedern zu sein. Aus diesem Grund wurden auch unsere Arbeiten für die Woche kurz geplant, und dann haben wir die Kanzlei ganz leicht geschlossen.

Auch in Ulaanbaatar merkt man deutlich, dass das öffentliche Leben für mehrere Tage nahezu stillsteht. Für mich im Rahmen meines Praktikums ist es besonders spannend zu sehen, wie stark dieses Familienfest den Kanzleialltag beeinflusst. Im Vergleich zu Deutschland, wo nach Neujahr der Arbeitsalltag schnell wieder beginnt, nimmt Tsagaan Sar hier einen viel größeren Stellenwert ein.

Während der Mobilität 3 (1/2)

Gestern und heute durften wir Besuch aus Ungarn bei uns begrüßen. Im Mittelpunkt standen vor allem das Netzwerken sowie der fachliche Austausch zwischen dem österreichischen und dem ungarischen Team.

In angenehmer Atmosphäre führten wir viele spannende Gespräche über unsere jeweiligen Arbeitsweisen, Strukturen und Erfahrungen im Tagesgeschäft. Besonders interessant war es, die alltägliche Arbeit gegenseitig zu präsentieren und Einblicke in unterschiedliche Herangehensweisen zu erhalten.

Ein Highlight des Besuchs war der umfangreiche Storecheck. Gemeinsam analysierten wir verschiedene Vertriebsläden und betrachteten Produktplatzierungen.
Es war sehr aufschlussreich zu erfahren, wie sich Vertriebsläden und Vermarktungsstrategien in Ungarn im Vergleich zu Österreich unterscheiden.

Abgerundet wurde der Besuch mit einem gemeinsamen Abendessen in einer Skybar. In entspannter Atmosphäre konnten wir die Gespräche vertiefen und den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Der Austausch war für uns alle sehr bereichernd und bot wertvolle Einblicke in die Vertriebslandschaft unseres Nachbarlandes. 

Suriname- während der Mobilität Teil2

Guten Abend aus Suriname 🙂

Heute waren wir erneut im Dschungel und haben die Goldmienen besichtigt. Dort wird das Team in dem ich arbeite neue Unterkünfte für die Arbeitenden dort bauen. Es ist unglaublich wie wunderschön der Dschungel ist.Leider werden dafür hier natürlich sehr viele Palmen und Bäume gefällt. Das Land sieht diesen Vorgang daher als ziemlich zwiegespalten. Natürlich werden in Deutschland auch Grünflächen gefällt … allerdings ist dies hier ziemlich unkontrolliert. Morgen gehen wir auf den Markt um verschiedene Materialien zu kaufen. Darauf freue ich mich sehr. Viele Grüße aus Paramaribo. 🌴

Während der Mobilität 2 (2/2)


Ein zentrales Thema der letzten Tage war die Ausarbeitung eines Sortimentsvorschlags für einen neuen Kunden. Dabei ging es darum, passende Produkte auszuwählen, die sowohl zur Zielgruppe als auch zur Positionierung des Kunden passen. Ich habe recherchiert, Produkte verglichen und dabei besonders auf Wirtschaftlichkeit, Attraktivität und Marktpotenzial geachtet. Es war interessant zu sehen, wie strategisch ein Sortiment aufgebaut wird und wie viele Faktoren berücksichtigt werden müssen.

Außerdem unterstützte ich die Vorbereitungen für den Besuch unserer ungarischen Arbeitskollegen, wodurch ich spannende Einblicke in die internationale Zusammenarbeit erhielt.

Ein weiteres großes Thema in dieser Woche waren E-Firmenautos. Dabei fiel mir besonders auf, wie viel Wert mein Praktikumsbetrieb darauf legt, den Mitarbeitenden attraktive Elektroautos zu sehr guten Konditionen anzubieten. Ziel ist es, die Entscheidung für ein E-Auto bewusst zu fördern und nachhaltige Mobilität im Unternehmen zu stärken.

Dieser Ansatz unterscheidet sich deutlich von meinem Ausbildungsbetrieb, in dem dieses Thema weniger stark im Fokus stand. Hier wird aktiv daran gearbeitet, umweltfreundliche Alternativen attraktiv zu gestalten und gleichzeitig moderne Anreize für die Mitarbeitenden zu schaffen.

In meiner Freizeit habe ich ein typisches Wirtshaus besucht und lange Spaziergänge über die Stadtberge gemacht.

Insgesamt war es eine abwechslungsreiche und lehrreiche Woche.

Während der Mobilität

Während meiner Mobilität habe ich die gerichtlichen Verhandlungen in der Mongolei miterlebt. Dabei ist deutlich geworden, dass die Gerichte stark ausgelastet sind. Die Richterinnen und Richter haben täglich eine hohe Anzahl an Terminen. Wenn eine Verhandlung länger dauert als geplant, verschieben sich die nachfolgenden Termine oder die Beteiligten müssen längere Zeit warten. In manchen Fällen werden Termine neu angesetzt. Dadurch entstehen zusätzliche Wege und ein erhöhter Zeitaufwand, was sich auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Ressourcennutzung bemerkbar macht.

Im Vergleich zu meinem Ausbildungsbetrieb in Deutschland wird dort verstärkt darauf geachtet, durch digitale Terminplanung und Online-Verhandlungen Abläufe effizienter zu gestalten und Wege zu reduzieren. In der Mongolei bestehen ebenfalls Möglichkeiten für Online-Termine, und diese werden nach Möglichkeit genutzt. Allerdings ist eine digitale Durchführung nicht in allen Verfahren umsetzbar. Insbesondere bei vertraulichen oder sensiblen Verhandlungen besteht das Problem, dass nicht eindeutig überprüft werden kann, ob sich ausschließlich die berechtigten Beteiligten im Raum befinden. Aus diesem Grund finden viele Termine weiterhin in Präsenz statt.

Ein Unterschied liegt daher im praktischen Einsatz digitaler Möglichkeiten. Während in Deutschland Online-Verfahren häufiger genutzt werden, ist ihre Anwendung in der Mongolei aus organisatorischen und sicherheitsbezogenen Gründen eingeschränkt. Eine Gemeinsamkeit besteht jedoch darin, dass in beiden Ländern grundsätzlich das Ziel verfolgt wird, Verfahren effizient und strukturiert durchzuführen.

Verbesserungsmöglichkeiten sehe ich vor allem in einer optimierten Terminplanung sowie in der Weiterentwicklung sicherer technischer Lösungen für Online-Verhandlungen. Wenn eine verlässliche Identitätskontrolle gewährleistet werden kann, könnten mehr Termine digital stattfinden. Dadurch würden Wartezeiten reduziert und unnötige Anfahrten vermieden, was sowohl organisatorische als auch ökologische Vorteile mit sich bringen würde. Gleichzeitig ist nachvollziehbar, dass bei bestimmten Verfahren der Schutz der Vertraulichkeit Vorrang hat und deshalb Präsenztermine weiterhin erforderlich bleiben.