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Nach der Mobilität

Vor meiner Abreise nach Ulaanbaatar hatte ich gehofft, eine ähnlich freundliche, familiäre und gleichzeitig spannende Atmosphäre wie in meinem vorherigen Auslandspraktikum vorzufinden. Diese Erwartung hat sich absolut bestätigt, da es sich um eine kleinere Kanzlei handelte, in der alle sehr eng zusammengearbeitet haben. Das Team hat mich von Beginn an sehr herzlich aufgenommen. Obwohl meine direkte Betreuungsperson in der ersten Woche nicht vor Ort sein konnte, wurde ich von den anderen Kolleginnen und Kollegen hervorragend unterstützt und in die Arbeitsabläufe eingearbeitet. Die Stimmung in der Kanzlei war durchgehend positiv und angenehm.

Mein Wunsch, schrittweise an Aufgaben herangeführt zu werden und gleichzeitig selbstständig zu arbeiten, wurde ebenfalls erfüllt. Da Mongolisch meine Muttersprache ist, konnte ich mich ohne Barrieren direkt in den Kanzleialltag integrieren. Das Team brachte mir schnell großes Vertrauen entgegen, sodass ich sehr eigenständig arbeiten durfte. Diese Sicherheit erlaubte es mir auch, jüngere Kolleginnen und Kollegen bei ihren Aufgaben im Alltag zu unterstützen. Mein Vorsatz, motiviert und zuverlässig zu sein, hat mir dabei geholfen, mich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln.

Besonders spannend war der gegenseitige fachliche Austausch. Die mongolischen Kollegen waren sehr an meinen Erfahrungen und dem Kanzleialltag in Deutschland interessiert. Da Deutschland in manchen Bereichen technisch weiter entwickelt ist, konnte ich neue Ideen einbringen – wie beispielsweise das Thema des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs (beA), moderne Postzustellungssysteme oder ergonomisches Arbeiten am Schreibtisch. Ich hoffe, dass die Kanzlei dadurch ein paar neue Impulse für die Zukunft mitnehmen konnte. Gleichzeitig habe ich auf der mongolischen Seite gelernt, wie wichtig ein gutes Zwischenmenschliche Klima im Team ist, gerade weil man die meiste Zeit des Tages gemeinsam am Schreibtisch verbringt.

Über die Arbeit hinaus haben sich meine Erfahrungen noch positiver entwickelt als erwartet. Durch das sehr gute Verhältnis im Team und das angenehme Sommerwetter haben wir auch nach Feierabend viel Zeit miteinander verbracht. Gemeinsame Aktivitäten wie Sport, Filmabende oder Wanderungen haben den Zusammenhalt in der Kanzlei zusätzlich gestärkt.

Zusammenfassend wurden alle Erwartungen, die ich vor der Abreise an mein Praktikum in Ulaanbaatar hatte, erfüllt. Ich konnte die gewünschten Erfahrungen in einem spannenden Umfeld sammeln, eigenverantwortlich arbeiten und mich erfolgreich in ein tolles, kleines Team einbringen.

Während der Mobilität

2 Woche 2.1

In der zweiten Woche auf der Ranch habe ich gemerkt, dass hier vieles anders läuft als in meinem Ausbildungsbetrieb bei der Polizei. Vor allem beim Thema Nachhaltigkeit und Mobilität gibt es einige Unterschiede.

2a) Umsetzung von Nachhaltigkeit/Umweltschutz

Auf der Ranch werden viele Wege zu Fuß oder mit dem Pferd gemacht. Autos werden nur benutzt, wenn es wirklich nötig ist. Außerdem achten alle darauf, Wasser zu sparen, weil es hier in Andalusien nicht so viel davon gibt. Auch Werkzeuge und andere Sachen werden nicht direkt ersetzt, sondern erst repariert, wenn etwas kaputt ist.

2b) Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Der größte Unterschied ist für mich die Mobilität. Bei der Polizei sind Fahrzeuge für Einsätze notwendig, auf der Ranch geht vieles auch ohne Auto. Der Umgang mit Wasser ist hier auch viel bewusster.

Trotzdem gibt es auch Gemeinsamkeiten. Sowohl auf der Ranch als auch bei der Polizei wird darauf geachtet, nichts unnötig zu verschwenden. Müll wird getrennt und Materialien werden möglichst lange genutzt.

2c) Verbesserungsmöglichkeiten

Ich finde, die Ranch könnte noch mehr auf erneuerbare Energien setzen, zum Beispiel durch weitere Solaranlagen. Von der Ranch nehme ich mit, dass man mit kleinen Dingen schon viel für die Umwelt tun kann. Gerade der sparsame Umgang mit Wasser und das Reparieren von Sachen statt sie direkt wegzuwerfen sind Dinge, die man auch bei der Polizei gut umsetzen kann.

Woche 3 – Bericht 2 / während der Mobilität

a) In meiner letzten Woche wurde mir noch einmal besonders bewusst, dass das Kraftwerk aufgrund des niederländischen Kohleausstiegsgesetzes (Verbot der Kohleverstromung ab 2030) in den kommenden Jahren wahrscheinlich stillgelegt wird.

b) Unterschied: Während Uniper in Düsseldorf im Handelsgeschäft flexibel auf neue Energieträger reagieren kann, steht der Standort Maasvlakte vor einem konkreten, gesetzlich vorgegebenen Enddatum für die Kohleverstromung. Gemeinsamkeit: Beide Bereiche des Unternehmens müssen sich auf dieselbe langfristige Dekarbonisierungsstrategie einstellen.

c) Das bevorstehende Ende der Kohleverstromung zeigt sehr real, wie wichtig es ist, dass sich Uniper frühzeitig auf Alternativen wie grünen Wasserstoff vorbereitet, ein Thema, das ich bisher nur als abstrakte Konzernstrategie kannte und das hier plötzlich sehr greifbar wurde.

Woche 3 – Bericht 1 / während der Mobilität

a) Ein prägender Eindruck dieser Woche: Direkt neben dem Kraftwerksgelände stehen Offshore-Windräder im Meer, erneuerbare und klassische Energieerzeugung existieren hier sichtbar nebeneinander.

b) Unterschied: In Düsseldorf ist erneuerbare Energieerzeugung für mich nur eine Zahl/Position im Handelsgeschäft, hier sehe ich sie direkt vor Augen. Gemeinsamkeit: Beide Standorte sind Teil derselben konzernweiten Energiewende-Strategie.

c) Der Ausbau von Offshore-Wind direkt am Standort zeigt, wie ein klassischer Kraftwerksstandort perspektivisch zum Energiehub werden kann, ein Modell, das auch für andere Uniper-Standorte interessant sein könnte.

Woche 2 – Bericht 1/ während der Mobilität

a) Diese Woche ist mir aufgefallen, wie streng auch die Mülltrennung hier auf dem Gelände geregelt ist, deutlich strikter als das, was ich aus dem Büroalltag in Düsseldorf kenne.
b) Unterschied: Die Regeln zur Mülltrennung sind hier sehr viel granularer und werden sichtbar kontrolliert. Gemeinsamkeit: Beide Standorte legen Wert auf verantwortungsvollen Ressourcenumgang, auch wenn die Ausprägung unterschiedlich ist.
c) Ein Ansatz, der sich übertragen ließe: strengere, klarer kommunizierte Mülltrennungsregeln auch im Bürobetrieb in Düsseldorf.

Woche 1 – Bericht 2/ während der Mobilität

a) Ein Aspekt, der mir diese Woche besonders aufgefallen ist: der bei der Stromerzeugung entstehende Dampf wird nicht einfach abgegeben, sondern direkt an benachbarte Industriebetriebe weitergeliefert (Kraft-Wärme-Kopplung). Außerdem ist mir bewusst geworden, wie streng die Sicherheitsvorschriften hier sind, das Gelände ist in vier verschiedene Zonen eingeteilt, mit jeweils eigenen Vorschriften zu Sicherheit und Arbeitskleidung.
b) Unterschied: In Düsseldorf gibt es kein vergleichbares Zonenkonzept, Sicherheitsvorgaben spielen dort im Büroalltag eine viel kleinere Rolle. Gemeinsamkeit: In beiden Betrieben sind Regeln klar strukturiert und verbindlich, egal ob es um digitale Prozesse oder physische Sicherheit geht.
c) Ich könnte mir vorstellen, dass ein so klares, zonenbasiertes Regelkonzept auch in Düsseldorf als Vorbild dienen könnte, zum Beispiel im übertragenen Sinne bei Compliance- oder Datensicherheitsprozessen.

Woche 1 – Bericht 1 / während der Mobilität

a) In der ersten Woche habe ich an einer Kraftwerksführung teilgenommen, um mir einen ersten Gesamtüberblick über die Anlage zu verschaffen. Schon dabei ist mir aufgefallen, wie viele Filteranlagen zur Emissionsminderung hier im Einsatz sind, ein deutlicher Unterschied zu Düsseldorf, wo Nachhaltigkeit für mich bisher eher digital/administrativ war (papierlose Prozesse, Homeoffice).
b) Unterschied: Hier ist Nachhaltigkeit direkt im Produktionsprozess sichtbar und technisch greifbar, in Düsseldorf eher im Verwaltungsalltag. Gemeinsamkeit: Beide Standorte gehören zur selben übergeordneten Uniper-Dekarbonisierungsstrategie.
c) Noch zu früh für konkrete Verbesserungsvorschläge dafür will ich erst mehr vom operativen Alltag sehen.

Vor der Mobilität / Mein persönliches Lernziel für die Auslandsmobilität

Für mein dreiwöchiges Praktikum am Uniper Energy Hub Maasvlakte in Rotterdam möchte ich das Kraftwerk mit eigenen Augen sehen und erleben, wie die Menschen dort im operativen Tagesgeschäft arbeiten ein Kontrast zu meiner kaufmännischen Ausbildung in Düsseldorf, wo ich Energieerzeugung bisher nur aus Zahlen und Abrechnungen kenne. Der Standort besteht aus dem Kohle- und Biomassekraftwerk MPP3 sowie dem Erdgaskraftwerk UCML und erzeugt rund 7 % des niederländischen Strombedarfs. Besonders interessiert mich, wie sich der Standort aktuell im Wandel befindet: MPP3 muss ab 2030 aus der Kohleverstromung aussteigen, und Uniper entwickelt Maasvlakte parallel zu einem Zentrum für grünen Wasserstoff. Mein Ziel ist es, herauszufinden, was dort konkret produziert wird, wie die operativen Abläufe funktionieren und mir ein eigenes Bild davon zu machen, wie ein traditioneller Energiestandort den Übergang zu mehr Nachhaltigkeit gestaltet.

Vor der Mobilität / Nachhaltigkeit/Umweltschutz im Arbeitsalltag meines Ausbildungsbetriebs

In meinem Ausbildungsbetrieb, Uniper Global Commodities SE in Düsseldorf, erlebe ich Nachhaltigkeit vor allem im Arbeitsalltag durch digitale, papierlose Prozesse. Verträge und Abrechnungen in meinem Bereich werden fast ausschließlich digital abgewickelt. Das spart nicht nur Papier, sondern macht Prozesse auch schneller und transparenter. Außerdem kann ich eigenständig im Homeoffice arbeiten, was Pendelverkehr reduziert, und wir erhalten eine Vergünstigung auf das Deutschlandticket, was den Umstieg auf den ÖPNV attraktiver macht.
Auf Unternehmensebene geht Uniper das Thema noch deutlich größer an: Der Konzern investiert bis Anfang der 2030er Jahre rund 8 Milliarden Euro in die Dekarbonisierung und will bis 2040 konzernweit CO₂-neutral sein.

Woche 2 – Bericht 2 / während der Mobilität

a) Überrascht hat mich diese Woche, wie viel Tierleben es direkt auf und um das Industriegelände gibt, ich habe bereits Hasen, Füchse und Möwen gesehen. Das hätte ich bei einem Kraftwerksstandort so nicht erwartet.

b) Unterschied: In Düsseldorf, mitten in der Stadt, gibt es naturgemäß keine vergleichbare Tier- und Naturvielfalt direkt am Arbeitsplatz. Gemeinsamkeit: Beide Standorte zeigen, dass sich Industriebetrieb und Umwelt nicht zwangsläufig ausschließen.

c) Es wäre interessant zu erfahren, ob es hier gezielte Maßnahmen zum Schutz dieser Arten gibt (z. B. Rückzugsflächen), das könnte ein Ansatzpunkt für weitere Recherche sein.

Vor der Mobilität

1a) Nachhaltigkeit und Umweltschutz spielen in meinem Arbeitsaltag eine große rolle. Im Werkzeugbau achten wir sehr darauf, sparsam mit unseren Ressourcen umzugehen, um in erster Linie die kosten zu minimieren und natürlich nachhaltig zu arbeiten. Der Umweltschutz ist bei uns in erster Linie bei der Entsorgung der Schmiermittel und Öle besonders wichtig.

1b) Ich hoffe sehr viele neue kontakte zu knüpfen und meine grenzen zu überschreiten. Ich will meine Englisch und Spanisch Kenntnisse verbessern und offener mit Menschen umgehen. Natürlich freue ich mich auch sehr auf meine freien Wochenenden, die ich sehr wahrscheinlich am Strand verbringen darf. Ich möchte auf jeden fall selbstständiger werden.

Start des Praktikums

Heute ist der erste tag meines 3 monatigen Praktikums in der Motorworld auf Mallorca. Meine Aufgabe für die nächsten Wochen besteht darin, die Kunden im Shop zu betreuen und diesen immer ordentlich zu halten. Ich bin momentan komplett alleine, das zeigt mir, dass mir vertraut wird. Die Kunden sind zum größten teil deutsch, dennoch kann ich ab und zu meine Englisch und spanisch Kenntnisse auf die probe stelen.