In einer kleinen Kanzlei ist die Budgetdisziplin naturgemäß strenger als in einer Düsseldorfer Großkanzlei. Mein dortiger Computer ist zwar älteren Baujahres, arbeitet jedoch einwandfrei. Bei technischen Störungen wird nicht sofort Ersatz beschafft; im Zweifelsfall reparieren die Kollegen das Gerät selbst.
Diese Praxis spiegelt die allgemeine Mentalität in der Mongolei wider: IT-Hardware wie Computer und Drucker wird einmalig angeschafft und so lange genutzt, repariert und aufgerüstet, bis sie vollständig verschlissen und absolut irreparabel ist. Im Gegensatz dazu orientiert sich mein Düsseldorfer Ausbildungsbetrieb an modernen Innovationszyklen, bei denen Geräte regelmäßig durch neuere Modelle ersetzt werden, um technologisch stets auf dem neuesten Stand zu sein. Die Kanzlei im Zentrum von UB betreibt die Ausstattung hingegen bis zur tatsächlichen Verschleißgrenze, was ein hervorragendes Beispiel für wirtschaftlich motivierte Ressourcenschonung darstellt.
Während in Düsseldorf eine auf kontinuierliche Upgrades ausgerichtete IT-Strategie verfolgt wird, praktiziert die Kanzlei in UB eine konsequente Nutzungsdauerverlängerung im Sinne der Circular Economy. Dennoch sind beide Betriebe gleichermaßen auf eine absolut ausfallsichere IT-Infrastruktur angewiesen, um die tägliche Mandantenkorrespondenz, das Fristenmanagement und die digitale Aktenführung reibungslos zu bewältigen.
Da die Geräte in UB jedoch bis zum endgültigen Defekt genutzt werden, ergibt sich am Lebensende der Hardware eine logistische Herausforderung: Es fehlt oft ein geregelter und sicherer Entsorgungsweg für den tatsächlichen Elektroschrott. Hier sollte die Kanzlei proaktiv an staatliche Sammelstellen herantreten. Für den Standort Düsseldorf wiederum zeigt das mongolische Modell, dass durch gezielte, punktuelle Upgrades von Komponenten wie RAM oder SSDs bestehende Systeme noch lange effizient weitergenutzt werden könnten, anstatt sie vorzeitig auszumustern.

