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Während der Mobilität

Im Vergleich zu meiner Ausbildungskanzlei ist mein neuer Praktikumsbetrieb zwar deutlich kleiner, punktet dafür aber mit seiner ziemlich zentralen Lage mitten in Ulaanbaatar. Das bringt einen riesigen Vorteil im Alltag mit sich, denn die Infrastruktur der mongolischen Hauptstadt ist bekanntermaßen eine echte Herausforderung: Die Straßen sind chronisch verstopft, der tägliche Stau kostet Nerven und da es im Gegensatz zu europäischen Großstädten kein Schienennetz wie eine U- oder S-Bahn gibt, steht man auch im Bus oft endlos im Verkehr fest. Genau hier erweist sich die zentrale Lage der Kanzlei in Kombination mit den überall im Straßenbild präsenten E-Scootern als echter Gamechanger. Sie bieten eine unentbehrliche und flexible Möglichkeit, das Verkehrschaos einfach zu umgehen und kurze Strecken im Zentrum ohne Zeitverlust zurückzulegen.
Diese clevere Art der Fortbewegung schlägt sich auch direkt beim Thema Nachhaltigkeit nieder. Während in meiner Ausbildungskanzlei noch deutlich häufiger das Auto genutzt wurde, organisieren wir den Arbeitsweg und geschäftliche Termine im Praktikumsbetrieb durch die gute Anbindung fast ausschließlich über alternative Verkehrsmittel. Eine schöne Gemeinsamkeit bleibt zwar, dass an beiden Standorten viel Wert auf eine grundsätzlich gute Erreichbarkeit gelegt wird, doch hier im Zentrum wird der Verzicht auf das eigene Auto – erzwungen durch das Verkehrschaos und erleichtert durch die Scooter – einfach viel aktiver gelebt.
Genau hier sehe ich allerdings auch das größte Potenzial für die Zukunft, das man noch konsequenter ausschöpfen sollte. Gerade in einer von Stau und Luftverschmutzung geplagten Stadt wie Ulaanbaatar reicht es nicht mehr aus, smarte Mobilität nur als netten Nebeneffekt zu sehen – Kanzleien müssen Nachhaltigkeit proaktiv fördern. Praktische Ansätze wären hier beispielsweise vom Betrieb geförderte ÖPNV-Tickets oder betriebseigene E-Scooter-Guthaben für die Belegschaft, um die Nutzung dieser flexiblen Alternativen noch attraktiver zu machen. Dieser Praktikumsbetrieb zeigt trotz der schwierigen städtischen Bedingungen eindrucksvoll, wie viel CO₂ und Zeit im Alltag eingespart werden können, wenn man innovative Wege geht. Dieses umweltbewusste Umdenken im Berufsalltag ist ein inspirierendes Vorbild, von dem sich auch meine Ausbildungskanzlei eine Scheibe abschneiden kann, um Arbeitswege in Zukunft moderner, stressfreier und grüner zu gestalten.

Während der Mobilität – Erste Woche

Ich bin letzte Woche gut angekommen und habe mein Praktikum begonnen. Meine Ansprechpartnerin war leider kurzfristig auf einer Geschäftsreise in Korea 🇰🇷, trotzdem wurde ich von ihren Kollegen sehr freundlich aufgenommen und in die Arbeitsabläufe der Kanzlei eingeführt. Da ich bereits bei meinem letzten Auslandspraktikum auch in einer Rechtsanwaltskanzlei in der Mongolei gearbeitet habe, war mir vieles schon vertraut. Es war schön, wieder in diesem Bereich zu arbeiten und meine bisherigen Erfahrungen einzubringen. Der Jetlag ✈️ und die Zeitverschiebung 🕖 haben mich in der ersten Woche etwas müde gemacht, aber ich war sehr neugierig auf die Arbeit und bin insgesamt gut durch die Woche gekommen 😊.

Meine Lernziele – Fazit

„Ein zentrales Lernziel meines Praktikums ist es, das externe Rechnungswesen zu verstehen und die in der Berufsschule gelernte Theorie praktisch anzuwenden.“

Ich denke, dass dieses Ziel grundsätzlich erfüllt werden konnte, da das Bearbeiten von EIngangsechnungen ein wichtiger Bestandteil des externen Rechnungswesens ist. Natürlich gibt es sehr viele weitere Aspekte im externen Rechungswesen und ich würde sagen, das ich einen guten Überblick über die Aufgaben bekommen konnte, auch wenn der Schwerpunkt bei den Eingangsrechnungen lag.

Darüber hinaus möchte ich meine Englischkenntnisse verbessern, … „

Dieser Punkt wurde erfüllt. Ich bin sicherer geworden und am Ende hat es sich sehr natürlich angefühlt auf Englisch zu kommunizieren.
Ich hatte im Betrieb auch vorher schon viel mit Englisch zu tun, aber der Wechsel in ein nicht-deutschsprachiges Umfeld hat mich noch mehr gefordert, die Sprache konsequent anzuwenden.

Ich möchte auch die Zusammenarbeit der einzelnen Firmen im Konzern besser verstehen …“

Auch diesen Punkt kann ich abhaken.
Durch meinen Einsatz konnte ich viele Unterschiede und Gemeinsamkeiten in bestimmten Arbeitsabläufen verschiedener Organisationen feststellen, und auch, wie diese mit dem zentralen „Finanz-Zentrum“ zusammenarbeiten.

Vor der Mobilität – Aufgabe 1

1a.
In meiner Rechtsanwaltskanzlei ist Nachhaltigkeit längst kein Fremdwort mehr, sondern fest im Arbeitsalltag verankert. Der größte Hebel ist dabei die konsequente Digitalisierung. Dokumente werden primär elektronisch erstellt, bearbeitet und archiviert. Das reduziert nicht nur das Chaos auf den Schreibtischen, sondern spart vor allem enorme Mengen an Papier. Gedruckt wird nur noch dann, wenn es absolut notwendig ist, und selbst dann achten wir auf einen sparsamen Umgang mit den Ressourcen. Doch Umweltschutz hört nicht beim Papier auf, auch das Energiemanagement spielt eine große Rolle: Geräte wie Computer und Drucker werden bei Nichtgebrauch konsequent ausgeschaltet, statt im Standby-Modus wertvollen Strom zu verbrauchen. Abgerundet wird unser grüner Büroalltag durch eine sorgfältige Mülltrennung. Diese vermeintlich kleinen Schritte summieren sich zu einem echten Beitrag für einen nachhaltigeren Berufsalltag.

1b.
Da ich bereits zum zweiten Mal an einer Auslandsmobilität teilnehme, gehe ich dieses Abenteuer mit einer Mischung aus Routine und großer Vorfreude an. Mein Ziel ist es, nicht nur an meine bisherigen Erfahrungen anzuknüpfen, sondern die Arbeitsweise in einer internationalen Kanzlei noch tiefergehend zu verstehen. Was ich mir konkret vorgenommen habe:
Verantwortung: Mein Ziel ist es, Aufgaben noch selbstständiger zu lösen und mehr Eigenverantwortung im Kanzleiteam zu übernehmen.
Soft Skills: Besonders die Kommunikation in einem neuen Umfeld reizt mich, hier möchte ich meine Fähigkeiten weiter schärfen.

Vor der Mobilität :)

Ich mache ein Auslandspraktikum, weil mir mein letztes Praktikum sehr viel Freude bereitet hat und ich dort viele neue Erfahrungen in einem anderen Arbeitsumfeld sammeln konnte. Besonders die freundliche, familiäre und gleichzeitig spannende Atmosphäre hat mich sehr beeindruckt und motiviert, diese Erfahrung noch einmal zu machen und mich weiterzuentwickeln.

Von meinem Auslandspraktikum wünsche ich mir, dass ich gut begleitet und unterstützt werde. Ich hoffe, dass sich die Mitarbeitenden Zeit nehmen, mir Abläufe verständlich zu erklären und mich Schritt für Schritt an meine Aufgaben heranzuführen. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass ich die Möglichkeit bekomme, zunehmend selbstständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen.

Für mein Auslandspraktikum nehme ich mir vor, motiviert, lernbereit sowie zuverlässig zu sein. Ich möchte aktiv mitarbeiten, offen auf neue Aufgaben zugehen und mich besonders in den Bereichen, die mich interessieren, weiter vertiefen und fachlich wie persönlich weiterentwickeln.

Bei der Vorbereitung auf das Praktikum hatte ich bereits ein erstes Teams-Meeting mit meiner Praktikumsstelle, in dem ich wichtige Informationen zum Ablauf und zum Aufenthalt erhalten habe. Dadurch konnte ich mir einen ersten Überblick verschaffen und fühle mich nun besser vorbereitet. Gleichzeitig bin ich sehr gespannt auf die kommende Zeit und die neuen Erfahrungen, die mich erwarten.

4. Woche – Teil 2

Das letzte Wochenende haben wir gut genutzt.

Am Samstag war es sehr sonnig und wir haben den Botanischen Garten und den Fernsehturm besucht. Man hatte eine tolle Aussicht und wir haben auch einiges über die Geschichte gelernt.

Am Sonntag sind wir dann morgens mit der Fähre nach Helsinki gefahren und haben die Stadt entdeckt. Besonders die Bibliothek hat mich beeindruckt. Ein moderner Ort um Menschen zu treffen, zu lesen und zu lernen, zu entdecken und Kreativ zu werden.

4. Woche – Teil 1

So langsam geht meine Zeit hier zuende.

Obwohl es sich hier schon anfühlt wie Routine, gibt es doch immer noch kleine Extras, wodurch man jeden Tag etwas neues lernt. Aber so ist das in der Ausbildung ja generell.

Wir planen die letzten Ausflüge und kaufen die letzten Souvenirs.
Auch wenn ich mich freue wieder nach Hause zu kommen, bin ich auch traurig weil Tallinn schnell zu einem Zuhause geworden ist.

Woche 4 Teil 2

Mit dem Ende meines Praktikums habe ich auch darüber nachgedacht, welche Erfahrungen ich aus Tallinn mit nach Düsseldorf nehmen kann. Im Bereich Nachhaltigkeit ist mir nach einiger Zeit aufgefallen, dass viele Mitarbeitende öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder zu Fuß ins Büro kommen. Solche Maßnahmen könnten auch in anderen Standorten noch stärker gefördert werden.

Weitere kleinere Maßnahmen wären die Reduzierung von Einwegprodukten bei Veranstaltungen und ein bewussterer Umgang mit Energie im Büro. Denkbar wären auch regelmäßige Berichte (wie in meinem Blog) über erreichte Umweltziele oder Initiativen innerhalb des Unternehmens.

In meiner letzten Woche stand außerdem der Abschied von meinen Kolleginnen und Kollegen an. Das fiel mir deutlich schwerer als erwartet. In den vergangenen Wochen habe ich viele nette Menschen kennengelernt und mich im Team sehr wohlgefühlt. Deshalb war es traurig, sich zu verabschieden.

Trotzdem nehme ich viele positive Erinnerungen, neue Erfahrungen und interessante Einblicke mit nach Hause. Das Praktikum in Tallinn war für mich sowohl beruflich als auch persönlich eine wertvolle Erfahrung.

Woche 4 Teil 1

Inzwischen ist meine letzte Woche in Tallinn angebrochen. Die Zeit ist deutlich schneller vergangen, als ich erwartet hatte. Mittlerweile gehören die täglichen Aufgaben im Claims-Bereich für mich zur Routine.

In den letzten Wochen habe ich nicht nur viel über die Arbeit in einem internationalen Unternehmen gelernt, sondern auch viele neue Menschen kennengelernt. Besonders schön fand ich, dass ich mich von Anfang an gut im Team aufgenommen gefühlt habe.

Außerdem durfte ich diese Woche den Geburtstag eines Kollegen miterleben. Gemeinsam wurde mit Kuchen und kleinen Snacks gefeiert.

Woche 3

Diese Woche verging besonders schnell. Neben meinen täglichen Aufgaben im Claims-Bereich habe ich mich immer besser im Unternehmen eingelebt und kenne inzwischen viele Kolleginnen und Kollegen auch außerhalb meiner Abteilung. Dadurch fühle ich mich im Arbeitsalltag deutlich wohler als zu Beginn meines Praktikums.

Außerdem konnte ich Tallinn und seiner Umgebung in meiner Freizeit weiter erkunden und viele neue Eindrücke vom Leben in Estland sammeln. So lerne ich während meines Auslandspraktikums nicht nur beruflich, sondern auch persönlich viel Neues kennen.

3. Woche – Teil 2

Am Freitag war für uns kein normaler Arbeitstag. Wir durften beim jährlichen Sommerfest teilnehmen. Dieses Jahr gab es das Motto „Retro Summer Olympics“. Es gab lustige Teamspiele, gute Musik, leckeres Essen und viel Spaß.
Sogar eine Bartender-Show und eine riesen Torte mit Firmen-Logo gab es.

Wichtig zu erwähnen ist hier vielleicht, dass Oleh und ich mit unserem Team die Olympics gewonnen und somit den Firmenstandort Düsseldort gut vertreten haben.

Am Sonntag haben wir unseren geplanten Mini-Roadtrip gemacht. Über Keila Joa (Wasserfall) und Haapsalu auf die Insel Saaremaa. Die Wettervorhersagen hier sind nicht sehr vertrauenswürdig, aber besonders gut sah es vorher nicht aus. Wir wurden dann aber morgens mit Sonnenschein überrascht und es wurde richtig warm.

3. Woche – Teil 1

Die grundsätzliche Arbeit (Prüfen von Eingangsrechnungen) wird langsam zur Routine, aber es gibt immer wieder besonderheiten durch die man jeden Tag etwas neues lernt.

Hier in der Firma gibt es die Tradition, das jeden Monat einmal für alle Essen bestellt wird und alle Geburtstage in diesem Monat zusammen gefeiert werden. Durch Homeoffice sind zwar oft wenige Leute da, aber an diesem Tag ist das Büro voll. Solche Traditionen sind gut für das Arbeitsklima und die Motivation.