Archiv der Kategorie: Tschechien 2022

Zusammenfassung Woche 3

Was habe ich auf der Arbeit gemacht?

Meine letzte Woche war meine bisher spektakulärste. Ich habe endlich mehr Eindrücke in die Programme bekommen. Ich durfte das Programm einmal durchstöbern und mich so ein bisschen einfinden. Später durfte ich dann Preise ändern und sogar Auftragsbestätigungen verschicken. Es war erst knifflig, da das Programm auf tschechisch war, aber wenn man einmal den Dreh raus hatte, ging es recht simpel.

Was habe ich in meiner Freizeit gemacht?

In meiner Freizeit habe ich die Zeit genutzt, weitere Restaurants zu testen. Gegen Ende der Woche habe ich dann schon langsam angefangen, alles für meine Abreise vorzubereiten. Am Samstag habe ich dann endgültig meinen Koffer gepackt.

Meine Rückreise

Wer gedacht hat, meine Rückreise würde weniger spektakulär als meine Hinreise sein, hat sich gewaltig geschnitten.
Nachdem ich um kurz vor elf im Hotel ausgecheckt habe, lief ich zum Bahnhof, wo ich regulär drei Stunden warten sollte. Als der Zug aber nicht pünktlich einfuhr, fing ich schon an mir Sorgen zu machen. Mir fiel dann aber schnell auf, dass auf der Anzeigetafel eine Verspätung von 30 Minuten angezeigt wurde. Das machte mir aber nur umso mehr Stress, da ich wusste ich hätte dementsprechend weniger Zeit am Berliner Hbf. Als der Zug dann endlich eintraf, fand ich zum Glück den richtigen Wagen, in dem meine Platzreservierung war. Leider zu früh gefreut…
Nachdem ich mich mit meinem riesigen Koffer durch den schmalen Gang bis zu meinem Abteil quetschen konnte, fiel mir sofort auf, dass mein Platz besetzt war. Dadurch, dass ich in Tschechien tatsächlich an Selbstvertrauen gewonnen habe, war es kaum ein Problem für mich den anzusprechen, der auf meinem Sitz saß. Stellte sich raus, er hatte den selben Sitz reserviert wie ich. Da fragt man sich: Wofür reserviert man denn???
Nun ja, in dem Abteil saßen zum Glück superfreundliche Menschen, die mir anbieten sich mit mir abzuwechseln um auf einem ihrer Sitze zu sitzen. Ich lehnte dies aber dankend ab, da ich nicht so einen Aufwand darstellen wollte. Ich hatte dann Glück und konnte mich direkt auf den Boden an der Tür meines Abteils setzen, so konnte dann einer von den freundlichen Passagieren auf mich zukommen, um mir zu sagen, dass der Passagier, der auf meinem Platz sitzt, schon 2 Stationen später aussteigen würde. Als der Passagier dann ausstieg war ich froh endlich auf meinem Platz zu sitzen, da es doch sehr umständlich war auf dem Boden zu sitzen, da alle paar Minuten jemand vorbei wollte. Während der Fahrt merkte ich, dass ich in Berlin nur noch 10 Minuten Umstiegszeit hätte, was mich komplett runterzog, da ich unfassbar hungrig war, weil ich nur ein bisschen Müsli im Hotel gefrühstückt hatte, was immerhin schon 10 Stunden her war. Aber ich habe irgendwann wieder Hoffnung bekommen, mir in Berlin was zu Essen besorgen zu können, da mein Anschlusszug ebenfalls Verspätung hatte.
Ich glaube ich war noch nie so froh, dass mein Zug Verspätung haben würde.
In Berlin angekommen konnte ich mir also wirklich schnell was zu Essen besorgen und flitze zum Gleis wo sich das nächste Problem anbahnte…
TOTALES CHAOS…
Vier Züge sollten zur ungefähr selben zeit am selben Gleis ankommen und dazu kommt, dass mein Zug und ein anderer gekoppelt werden sollten. Nach viel hin und her war das Chaos beseitigt, ich konnte in meinen Zug einsteigen und beruhigt nach Hause fahren.
ENDLICH WIEDER ZUHAUSE…

Umweltschutz/Nachhaltigkeit hier in Tschechien

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Ich muss sagen, ich habe nicht viel Unterschied von Tschechien zu Deutschland erlebt bisher.
Zum Beispiel die Produktionsabfälle werden wie in Deutschland Umweltgerecht entsorgt.
Um meinen nächsten Punkt zu verstehen, muss ich einmal ganz kurz was erläutern.
Wenn ein Teil gegossen wird, hängen in der Regel mindestens zwei Teile an einem sogenannten Anguss. DIesen Anguss könnte man rein theoretisch wegschmeißen, ist aber quatsch, denn er kann genau so wiederverwendet werden. Solange es nicht runterfällt und der Anguss rein bleibt, kann er einfach wieder eingeschmolzen werden. Und das wird hier auch gemacht. So werden zum einen Ressourcen gespart und logischerweise auch Geld.
Die einzigen zwei Unterschiede, die mir bisher aufgefallen sind, sind zum einen, dass der Papierverbrauch hier wesentlich höher ist als in Deutschland, teilweise auch unnötigerweise.
Zum Beispiel musste ich letzte Woche insgesamt fast 1000 Kopien von unterschiedlichen Dokumenten machen. Darunter war ein Dokument, welches die Arbeiter im Betrieb ausfüllen sollen, auf denen angegeben werden soll, wer? was? wie lange? gemacht hat. Es ist also ein wirklich hoher Papierverbrauch alleine für dieses Dokument, da hier drei Schichten am Tag sind, mit vielen Mitarbeitern jeweils. Und nach jeder Schicht muss jeder das Blatt ausgefüllt haben.
Bei uns in Deutschland wird das alles automatisch im System gemacht, so spart man sich die Zeit durchs ausfüllen und eben das Papier.
Allerdings ist mir aufgefallen, dass hier nicht unnötigerweise der Strom verbraucht wird.
Zum Beispiel wird nicht den ganzen Tag das Licht angelassen, da das Tageslicht völlig ausreichend ist. Ebenso die Klimanlage, die wird wirklich erst dann angemacht, wenn es nicht mehr aushaltbar ist. In Deutschland wird diese bereits in der Früh angemacht, damit man erst garnicht ins Schwitzen kommt.
Ansonsten ist mir wie oben bereits erläutert, nichts anderes aufgefallen, außer dass der Papierverbrauch hier im gesamten einfach viel höher ist aber der Strom eingespart wird.

Verbesserungsmöglichkeiten

Meiner Meinung nach sollte am Papierverbrauch gearbeitet werden, denn dass ist schon ein erste Schitt zu Verbesserung der Umweltprobleme. Möglicherweise könnte man ein neues System einführen, in der so wie bei uns alles automatisch im System abgespeichert wird. Außerdem sollte man sich vielleicht sparen, Dokumente auszudrucken, die bereits im Computer abgespeichert sind, nur um diese dann abzulegen. Schließlich sind die Dokumente ja eben schon im Computer abgelegt…

Mehr würde mir jetzt konkret nicht einfallen, deshalb bis zu meinem nächsten Blogeintrag 🙂

Woche 2 – Zusammenfassung

Was habe ich diese Woche auf der Arbeit gemacht?

Diese Woche musste ich deutsche Dokumente ins englische übersetzen. Außerdem durfte ich an einer Videokonferenz teilnehmen. Ich musste auch eine Recherche durchführen, in der ich Zertfikate von Lieferanten finden, und diese wenn möglich downloaden und dem entsprechenden Ordner zufügen musste. Am besten jedoch hat mir die Aufgabe gefallen, bei der ich die Preise im System ändern durfte.

Was habe ich in meiner Freizeit gemacht?

Diese Woche war es sehr heiß. DIese Sonne schien, also ging ich etwas spazieren, so bin ich dann am Bahnhof angekommen und konnte mir schonmal anschauen, ob ich am Abfahrtstag zurechtkommen würde oder ob ich auf der Arbeit nach und Unterstützung für diesen Tag fragen müsste. Ich hatte nämlich die Sorge, dass ich nicht zurecht kommen würde, da alles auf tschechisch ist, aber die Anzeigetafeln waren dann doch auch für deutsche gut zu verstehen und im Notfall könnte ich auch am Informationstand nach Hilfe fragen. So konnte ich mir also ein wenig die Angst nehmen, nicht zurecht zu kommen.
Ich habe diese Woche auch das Schloss hier in Decin besucht, welches einen wunderschönen Rosengarten hat, und auch Pfaue. Ebenfalls habe ich mir den Aussichtsturm Schäferwand angesehen. Das war wirklich sehr schön. Ich war ebenfalls im Zoo, der hat mir jedoch nicht gut gefallen, da ich persönlich finde, dass die Gehege teilweise viel zu klein sind und oft nur ein Tier im Gehege ist, obwohl man weiß, dass gewisse Tiere Rudeltiere sind.
Außerdem bin ich diese Woche ein paar mal abends in verschiedenen Restaurants essen gegangen.

Bis zu meinem nächsten Blogeintrag… 🙂

Woche 2 – 1. Hälfte

Hallo zusammen,
diese Woche wurde mein Wunsch englisch zu lernen sehr gefördert. Ich hatte die Aufgabe: deutsche Dokumente ins englische zu übersetzen. Das war nicht sehr leicht, da das sehr förmliche Dokumente waren. Neben der Englischaufgabe musste ich auch nach aktuellen Zertifikaten von Lieferanten googlen. Ebenso musste ich sehr viele Kopien machen und diese zurecht schneiden, damit war ich eine gute Zeit beschäftigt und der Tag ging dadurch wirklich sehr schnell um. Heute am Donnerstag durfte ich sogar an einem Meeting teilnehmen, das war mal sehr abwechslungsreich.

In meiner Freizeit war ich diese Woche sehr viel spazieren. Ich habe auch mal das Busfahren hier ausprobiert, da das ein wenig anders abläuft als bei uns in Deutschland. Hier muss man sich das Ticket nämlich selber ziehen. Davor hatte ich die ganze Zeit supere Angst, weil ich nicht wusste wie es funktioniert. Aber hat sich rausgestellt, dass es super leicht ist. Mann wirft das Geld rein und das Ticket kommt automatisch raus, ich muss also nichts auswählen und nichts bestätigen. Super simpel. Jetzt steht mir auch eigentlich nichts mehr im Wege, den Zoo hier in Decin zu besuchen. Ich warte nur noch auf das perfekte Wetter dafür.

Heute am Donnerstag werde ich mir warscheinlich das Schloss hier unten im Tal angucken. Dort soll es Pfauen geben und einfach wunderschön sein. Vielleicht mache ich bei einer Tour mit, das gucke ich dann spontan. Hängt aber alles davon ab, ob es heute regnet, das wurde nämlich eigentlich angesagt, aber bisher sieht es nicht danach aus.

Bis zum nächsten Blogeintrag 😉

Zusammenfassung – Woche 1

Was ist mir bisher aufgefallen?

In meiner ersten Woche habe ich schnell bemerkt, dass hier in Tschechien alles ein wenig anders abläuft. Sei es das Arbeiten an sich oder der Verkehr oder einfach nur das Miteinander.
Schon als ich bei meiner Ankunft hier am Bahnhof abgeholt wurde, bemerkte ich schnell, dass der Straßenverkehr hier ganz anders geregelt ist.
Es gibt viele Straßen an denen es keinen Fußgängerweg gibt, also läuft man auf der Straße, und das ist nicht ganz ungefährlich, da die Autofahrer hier ziemlich rasend unterwegs sind. Wenn man mal auf die andere Straßenseite muss, sollte man möglichst versuchen einen Zebrastreifen zu nutzen, aber selbst da muss man sehr vorsichtig sein, da nicht viele Autos anhalten um einen die Straße überqueren zu lassen, sondern einfach weiter rasen.
Eine weitere Erfahrung von mir hier ist, dass Baustellenschilder (die mit den rot-weißen Streifen und einem Licht oben drauf) hier nicht groß beachtet werden. Zurzeit gibt es hier eine Umleitung, da die Autobahn repariert wird. Also stehen da einige von diesen Schildern. Statt noch ein paar Sekunden zu warten und über die erlaubte Strecke zu fahren, entscheiden sich die Tschechen hier für die Abkürzung durch diese Schilder, um so schneller voran zukommen.
Was hier allerdings wirklich wunderbar funktioniert, ist der Straßenverkehr wenn ein Rettungswagen angefahren kommt. In dem Moment fahren alle frühzeitig an die Seite, ohne, dass der Rettungswagen auch nur einmal abbremsen muss. Davon kann man in Deutschland eigentlich nur träumen.
Bezüglich der Arbeit sind mir hier ebenfalls schon einige DInge aufgefallen.
Schon beim kennenlernen der Mitarbeiter hier haben sich alle mit dem Vornamen vorgestellt, und waren super freundlich. Alle helfen sich gegenseitig und haben sehr viel Spaß dabei. Man merkt wie sehr sich hier alle mögen und wie gut sie sich verstehen, daran, wie viel hier gelacht wird. Ich verstehe zwar kaum worüber die Gespräche sind, da ich die Gespräche sprachlich nicht verstehe, aber es ist alleine schon schön, das nur so zu sehen.

Wie lebe ich hier?

Ich lebe hier in einem Hotel, ca. 20 Minuten Fußweg entfernt von meinem Praktikumsbetrieb. In dem Hotel kann ich morgens Frühstücken, es schmeckt mir aber leider nicht so wirklich gut. Für die Arbeit habe ich mir extra von Zuhause ein Brettchen und ein Messer mitgenommen, damit ich mir Brote schmieren kann. Ich hätte darüber allerdings mehr nachdenken sollen. Ein Teller und eine Schüssel wären nämlich ebenfalls sehr gut gewesen. Ebenso auch ein Löffel und eine Gabel, aber die konnte ich mir zum Glück mittlerweile im Hotel organisieren.
An dem Sonntag als ich hier angekommen bin, habe ich mir eine Pizza im Restaurant gekauft. Die hat auch noch für Montag gereicht. Am Dienstag habe ich nur Brot und Reiswaffeln gegessen, da ich nicht so wirklich Appetit hatte. An den Tagen habe ich mich auch schon gefragt wie ich mich hier weiter ernähren würde. Ich dachte viel darüber nach und kam zu dem Entschluss, dass ich auf gar keinen Fall jeden Tag was im Restaurant kaufen könnte, weil es einfach viel zu teuer werden würde. Ich musste also Alternativen finden.
Ich ging in meinen ersten Tagen in verschiedene Lebensmittelgeschäfte, deswegen fiel mir ein, dass ich mir ja zum Beispiel einen fertig, abgepackten Salat kaufen könnte. Davon die Verpackung könnte ich dann nutzen, um weitere Salate, die ich mir selbst schnibbeln könnte, daraus zu essen, ich hätte also quasi einen Teller oder mehr eine Schüssel.
Ich machte mich also am Mittwoch auf den Weg zu Lidl und kaufte dementsprechend ein. Am Abend aß ich dann den eingepackten Salat, um die Verpackung in den darauffolgenden Tagen weiter nutzen zu können. Leider verschlief ich am Donnerstag Morgen und schmiss die Schüssel unüberlegt weg. Das fiel mir auch erst am Nachmittag auf, als ich diese nutzen wollte. Ich brauchte also eine Notlösung. Ich nahm dann den Eimer in dem die Tomaten verpackt waren, umwickelte Ihn mit Alufolie, damit die Salatsauce nicht unten aus den kleinen Löchern fließen würde, und et voila hatte ich meine neue Salatschüssel. 😀
Am Freitag war ich dann aber mal in einem Laden, in dem man fast alles kaufen konnte, für sehr wenig Geld. Ich holte mir eine Schüssel und Spülschwämme in dem Laden, sowie Spühlmittel bei DM. So hatte ich dann endlich eine Grundausrüstung.

Was habe ich in meiner Freizeit bisher gemacht?

in den ersten drei Tagen war ich wie oben bereits erwähnt in verschiedenen Lebensmittelgeschäften. Da diese jeweils ca. 1 bis 1 1/2 Kilometer entfernt sind, hatte ich so die Möglichkeit, mir die Umgebung hier schonmal anzuschauen und mir ein paar Unternehmungen für die nächsten Wochen zu überlegen. Sonst ging ich spazieren oder ruhte mich im Hotel aus. Ich habe meine erste Woche quasi erstmal genutzt um hier anzukommen und mich ein wenig zurecht zu finden. In den nächsten Wochen möchte ich aber mehr erleben, wie zum Beispiel den Zoo zu besuchen oder mir die Schlösser hier anzugucken.

Bis zum nächsten Blogbeitrag! 🙂

Meine Ankunft in Tschechien

Wo absolviere ich mein Praktikum überhaupt?

Ich mache meine Ausbildung bei der Firma Power-Cast Drumeta GmbH & Co. KG, einer Gießerei, welche Teile aus Zink herstellt.
Power-Cast Drumeta ist ein Teil der sogenannten Kopf-Gruppe (nach dem Gründer benannt). Neben Drumeta gehören noch ein paar weitere Unternehmen zur Kopf-Gruppe, darunter zum Beispiel die Power-Cast Ortmann Ltd. die Ihren Sitz in Decin, Tschechien hat. Power-Cast Ortmann ist ebenfalls eine Gießerei, jedoch neben Zink auch auf Kunststoff spezialisiert.

Als ich mit dem Geschäftsführer meines Ausbildungsbetriebes darüber gesprochen habe, dass ich ein Auslandspraktikum absolvieren muss, war schnell klar, dass ich dieses bei einer unserer Schwesterfirmen absolvieren werde. Die Power-Cast Ortmann Ltd. hat sich da perfekt angeboten, da diese nicht ZU weit weg ist, aber dennoch eine Herausforderung für sich. So bin ich nun, hier in Tschechien, in einem kleinen Städtchen namens Decin gelandet.

Meine ersten vier Tage

Erstmal ein bisschen was zu meiner spektakulären Hinreise.
Ich glaube es war die anstrengendste Fahrt, die ich in meinem Leben bisher hatte.
Neben den 10 Stunden im Zug waren die 13 oder 14 Stunden Fahrt im Auto nach Kroatien vor zwei Jahren gefühlt nichts.
Am Anfang muss man wissen, dass ich mir Plätze reserviert habe, um ganz sicher sitzen zu können. Hätte ich gewusst, dass es bei der Deutschen Bahn doch so schwer ist, den richtigen Platz zu finden, hätte ich mir das vielleicht zweimal überlegt.
Die erste Strecke, mit dem ICE nach Berlin, fing damit an, dass ich eingestiegen bin, jemanden von meinem Platz weg geschickt habe und nach 10 Minuten Fahrt bemerkt habe, dass ich im falschen Wagen sitze. Also musste ich meinen schweren Koffer, den zuvor ein freundlicher Helfer hoch auf die Ablage gehoben hat, wieder runterholen und umziehen. Als ich dann auf dem richtigen Sitz im richtigen Wagen saß, verlief die restliche Fahrt zum Glück fürs erste ruhig.
In Berlin dann aber der nächste Hammer.
Nachdem ich bereits eine halbe Stunde auf den EC in Richtung Prag gewartet habe, kam drei Minuten vor Abfahrt die Durchsage, dass der Zug an einem andere Gleis einfahren würde. Mann muss wissen, dass der gesamte Bahnsteig voll mit Menschen war. Als sich die gesamte Menschenmenge, die mit dem Zug fahren musste, auf den Weg zum anderen Gleis machte, enstand sehr schnell pures Chaos, weil alle ihren Zug bekomen wollten.
Als der Zug dann in den Bahnhof einfuhr, und die Leute nach und nach einstiegen bemerkte man schnell, dass der Zug, wie in der DB-App bereits angekündigt, ausgebucht war. Die Gänge waren so überfüllt, dass man sich kaum noch bewegen konnte, niemand kam auf seinen Platz.
Stellte sich heraus, dass die Reservierungsanzeigen defekt waren.
Wie alle anderen versuchte auch ich meinen Sitzplatz zu erreichen. Als ich dies nach langer Zeit tat, stellte sich heraus, dass eine schwangere Frau meinen Platz besetzt, die ich natürlich nicht wegscheuchen konnte. ich machte mich also auf die Suche nach einer anderen Sitzmöglichkeit, in dem Fall hätte ich mich sogar über einen Platz auf dem Boden gefreut, aber ich fand keinen. Ich traute mich auch nicht auszusteigen um in einen weiter entfernten Wagon einzusteigen, weil das alleine mit meinem Koffer einfach zu schwer gewesen wäre und ich Angst hatte, dass der Zug ohne mich losfahren würde. Ich fand aber tatsächlich zwei sehr freundliche Zuggäste, die das selbe Problem hatten wie ich. Wir entschlossen dann zu dritt, dass wir uns auf den Weg nach weiter hinten machen wollen. Stellte sich heraus, dass das die beste Entscheidung war, die wir in diesem Moment hätten treffen können. Aber leider trennten sich unsere Wege dann auch schnell wieder, weil ich tatsächlich einen Sitzplatz gefunden hatte und die beiden Herrschaften auf der Suche nach ihren Freunden waren.
Als wäre nicht schon Chaos genug, kam irgendwann eine Durchsage, dass der vorderste Teil, also das Führerhaus des Zuges eine Störung habe. Eine Zeitangabe, wie viel Zeitverzögerung entstehen würde gab es zu der Zeit noch nicht.
Ich wartete also…
Nach einer halben Stunde etwa kam erneut eine Durchsage, dass es noch etwas dauern würde, dass der Zug losfahren würde. Daraufhin stiegen einige Menschen aus, da wir mittlerweile über eine Stunde warteten. Nach insgesamt 1 1/2 Stunden ging aber schließlich der Motor des Zuges an und man merkte, dass es losgeht. Mir fiel in dem Moment nur ein Stein vom Herzen, da ich mich super schlecht fühlte, weil ich am Bahnhof in Decin abgeholt werden sollte und keine Kommunikationsmöglichkeit bestand meine Verspätung anzukündigen. Nach weiteren kleinen Verzögerungen kam ich dann aber auch endlich mit 2 Stunden Verspätung in Decin an und war froh, endlich wieder an die Luft zu kommen und mich bewegen zu können. Als ich dann im Hotel ankam, habe ich mich nur noch ausgeruht und versucht mich innerlich ein bisschen auf die darauffolgenden Tage vorzubereiten.

Die ersten Tage im Betrieb waren leider nicht sehr aufregend, weil es leider kaum Aufgaben für mich gibt, da ich aufgrund der Sprachhindernisse nicht mit Tschechischen Dokumenten arbeiten kann. Aber ich muss sagen, alle sind stets bemüht etwas für mich zu finden. So konnte ich wenigstens bisher schon ein wenig über die Arbeit hier erfahren, und feststellen, dass hier alles ein wenig anders abläuft, aber dazu mehr in meinem nächsten Blogeintrag.
Nach der Arbeit war ich in meinen ersten Tagen tatsächlich nur in Lebenmittelgeschäften um mir zu überlegen wie ich meine Ernährung hier im Hotel, ohne Mikrowelle, ohne Wasserkocher, quasi ohne alles, gestalten soll. Dazu aber auch mehr in meinem nächsten Blogeintrag.
Ich habe am DIenstag aber auch eine Mini-Stadtführung von einem Kollegen aus dem Betrieb bekommen, so konnte ich mir schonmal überlegen, was ich mir in den nächsten Wochen angucken möchte.

So viel zu meiner Ankunft hier in Decin. Bis zu meinem nächsten Blogeintrag. 🙂

Umweltschutz und persönliche Ziele

Bedeutung von Nachhaltigkeit/Umweltschutz für meinen Arbeitsalltag in meinem Ausbildungsbetrieb

Für meinen Ausbildungsbetrieb, steht der Umweltschutz sehr weit oben auf der Liste.
Wir versuchen intern möglichst wenig Papier zu nutzen.
Um dies zu unterstützen, hat unser Betriebssystem eine Funktion, bei der wir Anlagen, wie z.B. Bestellungen oder Angebote den bestimmten Artikeln zugeordnet abspeichern können. So entsteht automatisch weniger Papier.
Da wir die Unterlagen somit auch nicht in Papierform ablegen müssen, sparen wir so auch weiteres Papier ein, welches sonst für die Produktion der Ablageordner benutzt worden wäre.
Eine weitere Maßnahme, den Umweltschutz zu verstärken, ist unser aktives Abfall- & Recyclingmanagement, welches Subunternehmer beauftragt, unsere Abfälle, Metalle und Chemikalien Umweltschonend zu entsorgen.
Außerdem haben wir auch einen Immissionsschutzbeauftragten im Unternehmen, der kontinuierlich Verbesserungen in Richtung Energieerzeugung implementieren soll.

Meine persönlichen Ziele

Mein hauptsächliches Ziel im Ausland ist es, meine Englischkenntnise zu verbessern.
Dies beinhaltet, die englische Sprache besser zu sprechen, wie auch zu verstehen.
Da ich in Tschechien, direkt an der Grenze zu Deutschland bin, wird dies allerdings sehr schwer für mich, da die Leute dort selber sehr gut deutsch verstehen und auch sprechen.
Das heißt für mich, dass ich auch lernen muss mich selbst zu disziplinieren, damit ich dabei bleibe im Englischen zu kommunizieren.
Außerdem möchte ich lernen, selbstbewusster zu werden und mir selber mehr zutrauen, da ich weiß, dass ich mich selbst etwas unterschätze. Ich möchte einfach an meinen Aufgaben wachsen.
Ich denke, dass ich dies in einem fremden Land, in dem ich auf mich selbst gestellt bin, sehr gut lernen kann.
Ich freue mich auf die Zeit, und freue mich darauf, diese Ziele umzusetzen.