Archiv für den Tag: 28. Juli 2026

Während der Mobilität: Woche 1, Post Nr. 1 u. 2

Post Nr. 1

Mein Erasmusaufenthalt startete anders als gedacht, denn eine Stunde bevor ich mich auf die Reise begeben wollte, habe ich eine SMS erhalten, dass mein Zug ausfällt. Normalerweise dankt mir zumindest mein Bankkonto meine vielen Urlaube nicht, in diesem Fall habe ich glücklicherweise profitiert, da ich mich schnell umorganisieren konnte. Ich habe einen ICE nach Frankfurt gebucht und noch einen Flug inkl. Gepäck nach Wien bekommen, Glück im Unglück also. Ich hatte mich sehr auf den Nachtzug gefreut, aber ich schätze, diese Erfahrung muss noch etwas auf mich warten. Nach einer Stunde Flugzeit und Zugfahrten vor- und nachher habe ich es in meine Unterkunft geschafft.

Post Nr. 2

Den Montag nach meiner Anreise startete ich auch schon in den neuen Arbeitsalltag. Ich war nicht aufgeregt, denn ich habe bereits vor ein paar Wochen schon Kontakt aufgenommen zu meiner Ansprechpartnerin in Wien. Auch mit einer Kollegin aus der Personalabteilung, die mich in einem Beitrag im C&A Intranet Wien angekündigt hat, habe ich organisatorische Dinge bereits besprechen können. Da ich bisher in Düsseldorf im Marketing tätig war und wir vor 14 Tagen ein Event bei uns in Düsseldorf hatten, habe ich durch Zufall eine weitere Kollegin vom Standort Wien kennenlernen dürfen. Nach einer Wiener Melange in der Früh, die ich durch eingeplante Pufferzeit in Ruhe trinken konnte, habe ich mich dann auf den Weg zu einem unserer C&A Stores gemacht. Hier direkt oben drüber befindet sich das Office in Wien. Das Büro gefällt mir sehr, da es offen gestaltet ist und man direkten Kontakt zu allen Abteilungen hat. Anstelle von Fenstern gibt es ganze Fensterfronten und in jeder Küche eine Kaffeemaschine. Morgens früh haben mich die Kolleginnen herzlich unten am Eingang empfangen. Wir haben einen kleinen Rundgang durch das Büro gemacht und dann ging es auch schon an die Arbeit. In meiner ersten Woche habe ich bereits sehr viel mitnehmen können! Zuerst mussten jedoch meine Zugänge überprüft werden, die meine Kollegin zum Glück bereits beantragt hat. Wir haben morgens Rechnungen vom Vortag zwischen Debitoren und Kreditoren verglichen, Diese Aufgabe fällt täglich an. Danach haben wir eingegangene Tickets überprüft. Hier ist jedes Ticket anders und wird individuell von uns bearbeitet. Wir haben Rechnungen überprüft und im besten Fall gleich freigegeben können. Buchungen haben wir danach auch selbst erstellt, beispielsweise Rückstellungen. Wenn Anfragen per E-Mail reingekommen sind, haben wir diese bearbeitet und beantwortet. In der ersten Woche konnte ich sogar einige Rechnungen selbstständig buchen. Außerdem habe ich geprüft, ob in verschiedenen Buchungen auch Belege angehängt wurden, da in der Buchführung nichts ohne Beleg gebucht werden darf.

Zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit gibt es am Standort Wien viele Gemeinsamkeiten zu unserer Hauptverwaltung in Düsseldorf. Auch hier wird Papier eingespart und vermehrt auf digitale Dateien gesetzt. Es gibt auch hier keine Einwegprodukte. Meine Anreise ins Büro findet auch immer noch mit dem öffentlichen Nahverkehr statt. Alles in allem gibt es nicht sehr viele Unterschiede, da ich mein Praktikum im selben Unternehmen, nur an einem anderen Standort, absolviere.

Projektauftrag: Vor der Mobilität

Nr. 1a)

Was bedeutet Nachhaltigkeit/Umweltschutz für Ihren Arbeitsalltag in Ihrem Ausbildungsbetrieb?

Mein Arbeitsalltag bei der C&A Mode GmbH in Düsseldorf startet in der Früh mit dem Weg zur Arbeit. Ich erreiche unser Büro, das Fashioncenter, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Neben meiner Anreise sind Nachhaltigkeit und Umweltschutz ebenfalls sehr präsente Themen bei uns im Betrieb. In jeder Abteilung wird darauf geachtet, nicht zu viele Dokumente zu drucken, um Papier und Wasser zu sparen. Es wird außerdem darauf geachtet, Energie zu sparen, d. h. Drucker und Beleuchtung bei Nichtgebrauch auszuschalten. Der Müll bei uns im Fashioncenter wird im Keller getrennt gelagert. Vor Ort im Fashioncenter gibt es wenig Einwegartikel. Zu Mittag gibt es jeden Tag eine vegetarische Option zur Auswahl. Da ich selbst weder Fleisch noch Fisch esse, kommt mir das persönlich sehr entgegen. Produzieren tut unser Unternehmen ebenfalls mit Rücksichtnahme auf Umwelt und Nachhaltigkeit. Wir produzieren einen großen Teil unserer Ware mit Bio-Baumwolle. Außerdem werden recycelte Materialien verwendet, beispielweise recyceltes Polyamid und Polyester.

Nr. 1b)

Posten Sie Ihr persönliches Lernziel: Welche berufliche Erfahrungen oder Weiterbildung wollen Sie während der Auslandsmobilität erfahren?

Meine persönlichen Lernziele sind fachliches und branchenspezifisches Wissen im Bereich: Steuerung und Kontrolle. Dieser Bereich ist eine meiner beiden Wahlqualifikationen in der Ausbildung. Außerdem möchte ich ein Netzwerk mit unseren Kolleg*innen in Wien schaffen. Ich bin ein sehr kontaktfreudiger Mensch und möchte diese Fähigkeit gerne nutzen, um den Standort Wien sowie die Aufgabenbereiche vor Ort näher kennenzulernen. Ich möchte Parallelen zwischen den beiden Kollegien schaffen und von dem Wissen anderer lernen. Ich bin davon überzeugt, dass ich meine Erfahrungen ebenfalls mit den Wiener Kolleg*innen teilen kann, da ich in Düsseldorf in rund 12 verschiedenen Abteilungen arbeiten durfte. Somit kann ich hoffentlich für beide Parteien einen großer Mehrwert schaffen. Außerdem möchte ich gerne meine persönliche Unabhängigkeit stärken und ich denke, dass ein Aufenthalt alleine im Ausland eine perfekte Grundlage für noch mehr Selbstständigkeit bietet.