in meiner letzten Woche sind wir nochmal sehr viele Praktikanten geworden, da viele neue gekommen sind, die eingearbeitet werden mussten. Der Tierarzt war zur Kontrolle da und wir durften Sattel Auflagen nähen und flicken. Als wir in Málaga waren, haben wir gemeinsam die berühmte Feria besucht. Schon bei unserer Ankunft waren wir von der tollen Stimmung, der Musik und den vielen bunten Lichtern begeistert. Wir sind durch die Straßen gelaufen, haben Tänzerinnen gesehen in Flamenco Kleidern und typische spanische Spezialitäten probiert. Besonders am Abend war die Atmosphäre mit den vielen Menschen und Fahrgeschäften beeindruckend. Mir hat die Feria sehr gut gefallen, weil wir gemeinsam viel Spaß hatten und gleichzeitig die andalusische Kultur kennenlernen konnten. Es war ein tolles Erlebnis, das ich gerne wiederholen würde.
Für den letzten Post habe ich mir etwas Besonderes überlegt. Und zwar habe ich bei uns in der Hauptverwaltung eine Runde gedreht und ein paar Bilder gemacht. Hier habe ich die Fotos intern bereits versandt. Es wird nun geprüft, ob aus datenschutzrechtlichen Gründen etc., die Fotos verwendet werden dürfen. Und in meinen nächsten Blogeintrag pflege ich die Bilder dann ein. Ansonsten habe ich diese Woche weitere Tourismusabgaben geprüft und weitere Ordner erstellt. Außerdem hat mein Betrieb, die Abschlussprüfung für Winter 2026 für mich angemeldet und ich habe diesen Antrag bestätigt und der Industrie- und Handelskammer übermittelt.
Mein Aufenthalt im Kosovo ist nun offiziell vorbei und ich bin wieder zurück in Deutschland. Daher kommt jetzt mein letzter Bericht und ein Fazit zu meinem Auslandspraktikum.
Ich fand es interessant, den Arbeitsalltag in einem anderen Land kennenzulernen und zu sehen, welche Unterschiede es in der Arbeitswelt gibt. Außerdem konnte ich auch meine anderen beiden persönlichen Lernziele erreichen – die Erweiterung meiner fachlichen Kenntnisse und die Anwendung meiner Muttersprache im beruflichen Kontext.
In meinem Ausbildungsbetrieb in Deutschland habe ich bisher Abteilungen wie die Projektentwicklung, Personal und die technische Instandhaltung kennengelernt. Durch das Praktikum konnte ich nun aber auch erste Eindrücke aus dem Mietbereich sammeln. Ich durfte bei Wohnungsbesichtigungen dabei sein, habe Einblicke in Mietgespräche und Mietverträge bekommen und hatte direkten Kontakt zu den Mietern. Auch das Beschwerdemanagement konnte ich kennenlernen.
Kulturell ist mir aufgefallen, dass die Menschen im Kosovo im Allgemeinen viel lockerer sind. Auch das Verhältnis bzw. der Umgang unter Kollegen war persönlicher und weniger formell als wie man es aus deutschen Betrieben gewohnt ist. Negativ aufgefallen ist mir, dass das Bauwesen im Kosovo noch sehr männerdominiert ist. Frauen sind in dieser Branche bisher eher selten vertreten.
Zum Thema Nachhaltigkeit konnte ich feststellen, dass es im Kosovo noch großes Verbesserungspotenzial gibt. Da das Land noch nicht allzu lange unabhängig ist, denke ich aber, dass sich in diesem Bereich mit der Zeit noch einiges entwickeln wird. Mein Ausbildungsbetrieb in Deutschland macht im Vergleich schon sehr viel in Sachen Nachhaltigkeit richtig. Zum Beispiel durch unsere Elektrofahrzeuge, die Übernahme des ÖPNV-Tickets, JobRad-Angebote, Mülltrennung und die zunehmende Digitalisierung.
Abschließend kann ich sagen, dass ich froh bin, dass ich die Möglichkeit hatte, den Kosovo nicht nur privat, sondern auch aus einer beruflichen Perspektive kennenzulernen.
Hier noch ein paar visuelle Eindrücke aus meinem Praktikum: