Archiv für den Tag: 2. Juli 2026

Woche 3 – Bericht 2 / während der Mobilität

a) In meiner letzten Woche wurde mir noch einmal besonders bewusst, dass das Kraftwerk aufgrund des niederländischen Kohleausstiegsgesetzes (Verbot der Kohleverstromung ab 2030) in den kommenden Jahren wahrscheinlich stillgelegt wird.

b) Unterschied: Während Uniper in Düsseldorf im Handelsgeschäft flexibel auf neue Energieträger reagieren kann, steht der Standort Maasvlakte vor einem konkreten, gesetzlich vorgegebenen Enddatum für die Kohleverstromung. Gemeinsamkeit: Beide Bereiche des Unternehmens müssen sich auf dieselbe langfristige Dekarbonisierungsstrategie einstellen.

c) Das bevorstehende Ende der Kohleverstromung zeigt sehr real, wie wichtig es ist, dass sich Uniper frühzeitig auf Alternativen wie grünen Wasserstoff vorbereitet, ein Thema, das ich bisher nur als abstrakte Konzernstrategie kannte und das hier plötzlich sehr greifbar wurde.

Woche 3 – Bericht 1 / während der Mobilität

a) Ein prägender Eindruck dieser Woche: Direkt neben dem Kraftwerksgelände stehen Offshore-Windräder im Meer, erneuerbare und klassische Energieerzeugung existieren hier sichtbar nebeneinander.

b) Unterschied: In Düsseldorf ist erneuerbare Energieerzeugung für mich nur eine Zahl/Position im Handelsgeschäft, hier sehe ich sie direkt vor Augen. Gemeinsamkeit: Beide Standorte sind Teil derselben konzernweiten Energiewende-Strategie.

c) Der Ausbau von Offshore-Wind direkt am Standort zeigt, wie ein klassischer Kraftwerksstandort perspektivisch zum Energiehub werden kann, ein Modell, das auch für andere Uniper-Standorte interessant sein könnte.

Woche 2 – Bericht 1/ während der Mobilität

a) Diese Woche ist mir aufgefallen, wie streng auch die Mülltrennung hier auf dem Gelände geregelt ist, deutlich strikter als das, was ich aus dem Büroalltag in Düsseldorf kenne.
b) Unterschied: Die Regeln zur Mülltrennung sind hier sehr viel granularer und werden sichtbar kontrolliert. Gemeinsamkeit: Beide Standorte legen Wert auf verantwortungsvollen Ressourcenumgang, auch wenn die Ausprägung unterschiedlich ist.
c) Ein Ansatz, der sich übertragen ließe: strengere, klarer kommunizierte Mülltrennungsregeln auch im Bürobetrieb in Düsseldorf.

Woche 1 – Bericht 2/ während der Mobilität

a) Ein Aspekt, der mir diese Woche besonders aufgefallen ist: der bei der Stromerzeugung entstehende Dampf wird nicht einfach abgegeben, sondern direkt an benachbarte Industriebetriebe weitergeliefert (Kraft-Wärme-Kopplung). Außerdem ist mir bewusst geworden, wie streng die Sicherheitsvorschriften hier sind, das Gelände ist in vier verschiedene Zonen eingeteilt, mit jeweils eigenen Vorschriften zu Sicherheit und Arbeitskleidung.
b) Unterschied: In Düsseldorf gibt es kein vergleichbares Zonenkonzept, Sicherheitsvorgaben spielen dort im Büroalltag eine viel kleinere Rolle. Gemeinsamkeit: In beiden Betrieben sind Regeln klar strukturiert und verbindlich, egal ob es um digitale Prozesse oder physische Sicherheit geht.
c) Ich könnte mir vorstellen, dass ein so klares, zonenbasiertes Regelkonzept auch in Düsseldorf als Vorbild dienen könnte, zum Beispiel im übertragenen Sinne bei Compliance- oder Datensicherheitsprozessen.

Woche 1 – Bericht 1 / während der Mobilität

a) In der ersten Woche habe ich an einer Kraftwerksführung teilgenommen, um mir einen ersten Gesamtüberblick über die Anlage zu verschaffen. Schon dabei ist mir aufgefallen, wie viele Filteranlagen zur Emissionsminderung hier im Einsatz sind, ein deutlicher Unterschied zu Düsseldorf, wo Nachhaltigkeit für mich bisher eher digital/administrativ war (papierlose Prozesse, Homeoffice).
b) Unterschied: Hier ist Nachhaltigkeit direkt im Produktionsprozess sichtbar und technisch greifbar, in Düsseldorf eher im Verwaltungsalltag. Gemeinsamkeit: Beide Standorte gehören zur selben übergeordneten Uniper-Dekarbonisierungsstrategie.
c) Noch zu früh für konkrete Verbesserungsvorschläge dafür will ich erst mehr vom operativen Alltag sehen.

Vor der Mobilität / Mein persönliches Lernziel für die Auslandsmobilität

Für mein dreiwöchiges Praktikum am Uniper Energy Hub Maasvlakte in Rotterdam möchte ich das Kraftwerk mit eigenen Augen sehen und erleben, wie die Menschen dort im operativen Tagesgeschäft arbeiten ein Kontrast zu meiner kaufmännischen Ausbildung in Düsseldorf, wo ich Energieerzeugung bisher nur aus Zahlen und Abrechnungen kenne. Der Standort besteht aus dem Kohle- und Biomassekraftwerk MPP3 sowie dem Erdgaskraftwerk UCML und erzeugt rund 7 % des niederländischen Strombedarfs. Besonders interessiert mich, wie sich der Standort aktuell im Wandel befindet: MPP3 muss ab 2030 aus der Kohleverstromung aussteigen, und Uniper entwickelt Maasvlakte parallel zu einem Zentrum für grünen Wasserstoff. Mein Ziel ist es, herauszufinden, was dort konkret produziert wird, wie die operativen Abläufe funktionieren und mir ein eigenes Bild davon zu machen, wie ein traditioneller Energiestandort den Übergang zu mehr Nachhaltigkeit gestaltet.

Vor der Mobilität / Nachhaltigkeit/Umweltschutz im Arbeitsalltag meines Ausbildungsbetriebs

In meinem Ausbildungsbetrieb, Uniper Global Commodities SE in Düsseldorf, erlebe ich Nachhaltigkeit vor allem im Arbeitsalltag durch digitale, papierlose Prozesse. Verträge und Abrechnungen in meinem Bereich werden fast ausschließlich digital abgewickelt. Das spart nicht nur Papier, sondern macht Prozesse auch schneller und transparenter. Außerdem kann ich eigenständig im Homeoffice arbeiten, was Pendelverkehr reduziert, und wir erhalten eine Vergünstigung auf das Deutschlandticket, was den Umstieg auf den ÖPNV attraktiver macht.
Auf Unternehmensebene geht Uniper das Thema noch deutlich größer an: Der Konzern investiert bis Anfang der 2030er Jahre rund 8 Milliarden Euro in die Dekarbonisierung und will bis 2040 konzernweit CO₂-neutral sein.

Woche 2 – Bericht 2 / während der Mobilität

a) Überrascht hat mich diese Woche, wie viel Tierleben es direkt auf und um das Industriegelände gibt, ich habe bereits Hasen, Füchse und Möwen gesehen. Das hätte ich bei einem Kraftwerksstandort so nicht erwartet.

b) Unterschied: In Düsseldorf, mitten in der Stadt, gibt es naturgemäß keine vergleichbare Tier- und Naturvielfalt direkt am Arbeitsplatz. Gemeinsamkeit: Beide Standorte zeigen, dass sich Industriebetrieb und Umwelt nicht zwangsläufig ausschließen.

c) Es wäre interessant zu erfahren, ob es hier gezielte Maßnahmen zum Schutz dieser Arten gibt (z. B. Rückzugsflächen), das könnte ein Ansatzpunkt für weitere Recherche sein.