Hallo zusammen,
die ersten beiden Wochen voller neuer Eindrücke sind schon wie im Flug vergangen und so ist es mir doch tatsächlich untergegangen, nicht schon früher von meinem Aufenthalt in Apeldoorn zu berichten, daher fällt der erste Beitrag meines Aufenthaltes auch etwas länger aus.
Wie bereits erwähnt absolviere ich mein Praktikum in der niederländischen Niederlassung meines Ausbildungsbetrieb. So fiel die Eingewöhnung vor Ort durchaus leicht, den Rest erledigte die Offenheit und herzliche Aufnahme meiner KollegInnen.
In der ersten Woche habe ich mal bei allen KollegInnen im Innendienst über die Schultern geschaut, wie die alltäglichen Arbeiten sich hier so gestalten und wie sich diese zu denen meiner deutschen Kollegen unterscheiden oder auch ähneln.
In der zweiten Woche durfte ich sogar schon zu einigen Kundenterminen der AußendienstmitarbeiterInnen mitkommen und konnte mir somit ein gutes Bild vom alltäglichen Geschäft und dem Markt generell verschaffen. Somit bot sich auch früh die Möglichkeit, viel von den Niederlanden, über die Region um Apeldoorn herum hinweg, zu erleben und erfahren und dies auch mal über den gewohnten Rahmen einer Urlaubsreise hinaus.
Zusätzlich hat mir meine Betreuerin eine kleine Praktikumsaufgabe gestellt zur eigenverantwortlichen Bearbeitung in meiner Zeit im Büro, bei welcher ich bereits in der Berufsschule erlerntes Wissen in der Praxis anwenden kann. Hier erhalte ich ebenfalls sehr gute Unterstützung der KollegInnen, die Türen dieser stehen mir jederzeit offen, sollte ich etwas brauchen oder wissen wollen.
Aber auch zur Gestaltung meiner Freizeit stehen mir meine KollegInnen stets helfend zur Seite, ich habe bereits viele hilfreiche Tipps zur Entdeckung der Umgebung und Städte im Umland erhalten. Jedoch überlassen sie mich nicht nur mir selbst, sondern zeigen mir auch aktiv die Umgebung und Sehenswürdigkeiten, gehen abends mit mir im Zentrum etwas essen und trinken und ähnliches.
Nun zurück zur eigentlichen Aufgabe, was wird hier für Nachhaltigkeit im Büro getan und wie unterscheidet es sich zu meinem Ausbildungsbetrieb? Dazu sind mir von Anfang an zwei Dinge aufgefallen:
1.: Allen MitarbeiterInnen stehen diverse Softgetränke in den Pausenräumen frei zur Verfügung. Diese sind allerdings in kleinen Plastikfläschchen bzw. kleine Dosen verpackt, es entsteht eine Menge Müll.
2.: In allen besetzten Büros laufen fast durchgehend die Klimaanlagen, auch an Tagen, an denen es nicht unbedingt notwendig wäre. In deutschen Büros sind diese zumindest für mich eher die Ausnahme.
Dazu habe ich mal vorsichtig bei den KollegInnen nachgefragt, inwiefern sie versuchen, die Nutzung von Einwegplastik bzw. die „unnötige“ Nutzung von Klimaanlagen bewusst zu vermeiden. Die meisten waren tatsächlich überrascht über die von mir angesprochenen Punkte, so sagten mir ausschließlich alle, die ich gefragt habe, dass es einfach normal für sie sei. Ein Pfandsystem gibt es hier ja nicht und Klimaanlagen sind auch in fast allen Häusern und Wohnungen verbaut.
Über diese teilweise „unvermeidbaren“ bzw. angewöhnten Dinge hinaus ist jedoch denke ich auch hier ein Bewusstsein dafür vorhanden, Müll, wo es geht, gar nicht erst zu produzieren, und, da, wo er nicht zu vermeiden ist, diesen bestmöglich zu recyceln. Ähnlich sieht es bei der Einsparung von Energie aus, die Lichtschalter bspw. werden mit Bewegungssensoren bedient, so bleibt keines unnötig an. Generell ist hier auch denke ich jedem die Wichtigkeit des Themas Nachhaltigkeit allgemein und im Büro bewusst, nur eben mit anderen Schwerpunkten aufgrund länderspezifischer Gegeben- und Gewohnheiten.
Sobald ich neue Eindrücke und Erlebnisse habe, von denen ich berichten kann, melde ich mich wieder! Bis zum nächsten Mal!
Henning