Heute Abend kam die Frage von Herrn Denis, welche Unterschiede ich zwischen der Deutschen und der Englischen Arbeitsweise bisher feststellen konnte.  Ich finde, dass es ziemlich schwer ist, als Praktikantin darüber zu berichten, weil ich erst seit paar Tagen hier bin und ich taste mich gerade dran, was das Unternehmen überhaupt macht (das Gefühl hatte ich am Anfang der Ausbildung und inzwischen fast schon vergessen 🙂 ).

Ein wichtiger Unterschied für mich persönlich ist, dass ich in Deutschland bei meinem Unternehmen als Azubine Gleitzeit habe. Ich weiß, dass es da auch nicht überall so ist, aber den Menschen sagt es etwas. Als ich meinem Cousin und seiner Freundin erzählt habe, dass ich an einem Tag 7:48 arbeiten muss, haben mich die beiden einfach ausgelacht und auch den Kollegen erzählt, die das gar nicht glauben konnten. Nichts mit Gleitzeit also. Na gut.

Das Unternehmen hat sein Headquarter in Leeds, wo ich auch tätig bin und da im Bereich Controlling eingesetzt werde. Als Headoffice machen wir die ganze Papierarbeit für alle unserer Standorten. Der Controllingbereich ist für verschiedene Sachen zuständig. Hier werden die Zeitarbeiter zum Beispiel, die an anderen Unternehmen vermittelt werden, wöchentlich, nach Stunden bezahlt. Ich durfte heute damit anfangen, die Abrechnungen der 2000 Beschäftigten für die vorherige Woche zu falzen (was wir im Fach Büroprozesse gelernt haben, hat hier gar nichts gebracht 😉 ), eintüten und verschicken.

Danach habe ich einige Bewerbungen nach einer Liste gesucht. Dabei habe ich nachgefragt, wie lange man Dokumente generell aufheben muss. Eigentlich werden alle Vorgänge wegen der doppelten Datensicherung auch digital aufbewahrt. Sachen, die mit der Buchhaltung zu tun haben, müssen fünf Jahre lang aufbewahrt werden, Bewerbungsunterlagen und Ähnliches zwei Jahre lang.

Im Gebäude gibt es eine „only English policy“, was wichtig ist, weil wir richtig Multi-Kulti sind. Alleine im Büro wo ich bin, sind drei Polen, zwei Ungarinnen 🙂 und eine Slowakin.

Zwei Wochen sind wenig, um richtig tief zu bohren aber ich werde meine Augen auf jeden Fall offen halten. Und damit ich das auch schaffe, lege ich mich schlafen.

Viele Grüße

Aletta Halász

 

 

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