Heute ist meine erste Arbeitswoche im Praktikum zu Ende gegangen, da wir aufgrund von Ostern morgen frei haben.
Während meines Praktikums konnte ich in der letzten Woche einige Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten zwischen meinem Praktikumsbetrieb und meinem Ausbildungsbetrieb feststellen.
- Ein großer Unterschied ist die Anzahl der Mitarbeiter. Hier in Helsinki gibt es, soweit ich weiß, etwa zehn Anwälte mit Partnerstatus, während es in meinem Ausbildungsbetrieb insgesamt 32 sind. Außerdem gibt es dort pro Partner ein bis zwei Rechtsanwaltsfachangestellte, während hier in der Kanzlei eine Person für alle zuständig ist. Allerdings übernimmt sie auch weniger Aufgaben als die REFAs in Deutschland. Zum Beispiel erstellt sie keine neuen Akten, da diese Aufgabe von jemand anderem übernommen wird.
- Eine Gemeinsamkeit, die mir heute gezeigt wurde, ist der Ablauf zu Beginn des Monats: Auch hier startet dann die Rechnungsphase. Den Anwälten werden ihre Stunden zur Prüfung vorgelegt, und nach der Freigabe werden die Rechnungen erstellt und per E-Mail versendet. In meinem Ausbildungsbetrieb erfolgt der Versand ebenfalls häufig per E-Mail, allerdings teilweise auch noch per Post. In Helsinki werden die Rechnungen ausschließlich per E-Mail verschickt. Dadurch wird weniger gedruckt und insgesamt weniger Papier verbraucht – ein Ansatz, den man auch in meinem Ausbildungsbetrieb stärker umsetzen könnte.
- Außerdem ist mir aufgefallen, dass viele Mitarbeiter hier mit der Bahn zur Arbeit kommen, was einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet. Ich selbst kann von meinem gemieteten Apartment zur Kanzlei laufen und verursache dadurch kein zusätzliches CO₂.
Jetzt freue ich mich erstmal auf Ostern, da ich die Zeit nutzen kann, die Stadt weiter zu erkunden und zu genießen. Ab Dienstag geht es dann wieder zur Arbeit, worauf ich mich ebenfalls freue – vor allem in der Hoffnung, noch weitere neue Einblicke zu gewinnen.