Während meiner dreiwöchigen Auslandsmobilität in Stettin konnte ich trotz einer gesundheitlichen Einschränkung einige wichtige Eindrücke sammeln. Insgesamt war ich etwa anderthalb Wochen aufgrund einer Mandelentzündung ans Bett gebunden, wodurch ich leider nicht das gesamte Programm wie geplant wahrnehmen konnte. In der verbleibenden Zeit hatte ich jedoch die Möglichkeit, den Arbeitsalltag vor Ort kennenzulernen und erste Einblicke in den Bereich der erneuerbaren Energien zu gewinnen.

Im Vergleich zu meinem Ausbildungsbetrieb wird das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz auch in meinem Praktikumsbetrieb aktiv gelebt, insbesondere durch den starken Fokus auf den Ausbau von Solar- und Windenergieprojekten. Während in meinem Ausbildungsbetrieb oft organisatorische und prozessuale Maßnahmen im Vordergrund stehen, wie beispielsweise die Reduzierung von Papier oder bewusster Energieverbrauch im Büro, liegt der Schwerpunkt in Stettin stärker auf der praktischen Umsetzung nachhaltiger Energieversorgung. So wurde ich beispielsweise zu Projekten mitgenommen, bei denen es um den Ausbau erneuerbarer Energien ging, wodurch ich einen direkteren Bezug zur Energiewende gewinnen konnte.

Eine Gemeinsamkeit zwischen beiden Betrieben ist, dass Nachhaltigkeit als zentrales Zukunftsthema angesehen wird und sowohl im Alltag als auch auf strategischer Ebene eine wichtige Rolle spielt. Ein Unterschied liegt jedoch darin, dass mein Praktikumsbetrieb durch die konkrete Projektarbeit einen noch stärker praxisorientierten Zugang zu diesem Thema bietet, während mein Ausbildungsbetrieb zusätzlich viele interne Maßnahmen zur Ressourcenschonung umsetzt.

Auch im Alltag vor Ort konnte ich nachhaltige Verhaltensweisen beobachten und selbst umsetzen. So habe ich beispielsweise überwiegend die Straßenbahn genutzt, um zu Terminen oder Projekten zu gelangen. Dies zeigt, dass auch kleine Entscheidungen im Alltag einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können.

Im Hinblick auf Verbesserungsmöglichkeiten sehe ich in beiden Betrieben Potenzial, insbesondere was die noch stärkere Verbindung von theoretischen Nachhaltigkeitszielen mit konkreten Maßnahmen angeht. Aus meinem Praktikumsbetrieb nehme ich vor allem den praxisnahen Ansatz mit, Nachhaltigkeit direkt durch Projekte umzusetzen. Dieser Ansatz könnte auch in meinem Ausbildungsbetrieb noch weiter gestärkt werden, um die Bedeutung erneuerbarer Energien noch greifbarer zu machen. Umgekehrt könnten einige strukturierte interne Maßnahmen aus meinem Ausbildungsbetrieb, wie klare Vorgaben zur Ressourcennutzung, auch im Praktikumsbetrieb weiter ausgebaut werden.

Insgesamt konnte ich trotz der verkürzten aktiven Zeit viele wertvolle Einblicke gewinnen und habe gemerkt, wie wichtig es ist, Nachhaltigkeit sowohl im Kleinen im Arbeitsalltag als auch im Großen in Form von Projekten aktiv umzusetzen.

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