{"id":9662,"date":"2019-11-06T22:26:42","date_gmt":"2019-11-06T20:26:42","guid":{"rendered":"http:\/\/international-mwbk.de\/?p=9662"},"modified":"2023-03-01T14:55:56","modified_gmt":"2023-03-01T12:55:56","slug":"2-anreise-unterkunft-abreise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/international-mwbk.de\/?p=9662","title":{"rendered":"2\/5 Anreise | Unterkunft | Abreise"},"content":{"rendered":"<p dir=\"auto\"><strong>Anreise\u00a0<\/strong><\/p>\n<p dir=\"auto\">Nachmittags am 4. Oktober begann meine Reise mit dem Flixbus vom D\u00fcsseldorfer Hauptbahnhof. Die Fahrt dauerte etwa 16 Stunden lang nach Venedig Mestre. Gl\u00fccklicherweise handelte es sich um eine Direktfahrt &#8211; von daher hatte ich nicht mit l\u00e4stigen Umstiegen zu k\u00e4mpfen, sondern konnte die ganze Zeit lang im gleichen Bus sitzen bleiben.<\/p>\n<p dir=\"auto\">Am 5. Oktober morgens war dann die Ankunft in Venedig Mestre, direkt am Bahnhof. Dort angekommen habe ich erstmal etwas gegessen, getrunken und auf den n\u00e4chsten Zug Richtung Bassano del Grappa gewartet. Das Zurechtfinden am Bahnhof und die erstmalige Beschaffung eines Fahrscheins war gr\u00f6\u00dftenteils intuitiv, auch wenn vieles im ersten Moment ganz anders als in Deutschland zu sein schien. Ein Zug brachte mich dann zum Bahnhof in Piombino Dese, wo sich auch mein Praktikumsbetrieb befindet. In diesem kleineren \u00d6rtchen hatte ich auch ein Zimmer in einem Bed and Breakfast gebucht.<\/p>\n<p dir=\"auto\">Vom Bahnhof in Piombino Dese machte ich mich dann mit meinem Gep\u00e4ck auf den Weg zum B&amp;B. Zu Fu\u00df etwa 30 Minuten. Auf dem Weg zum B&amp;B wurde ich von zahlreichen Eidechsen am Rande des Gehwegs begr\u00fc\u00dft, die sich offenbar sehr \u00fcber den sonnigen Tag freuten.<\/p>\n<p dir=\"auto\">Check-In war meiner Meinung nach sehr am\u00fcsant, da in dem B&amp;B nur eine Frau sa\u00df, die ausschlie\u00dflich Italienisch sprach. Die Worte, die ich auf Italienisch sprechen konnte, konnte man zu dem Zeitpunkt an einer Hand abz\u00e4hlen. Deshalb war eine gescheite Kommunikation quasi unm\u00f6glich. Die Dame hatte versucht mir etwas zu erkl\u00e4ren und mir Schl\u00fcssel in die Hand gedr\u00fcckt. Allerdings konnte ich anhand ihrer Gesten nicht erkennen, ob ich nun ins Zimmer gehen sollte, mein Gep\u00e4ck woanders platzieren sollte, bezahlen sollte oder ob sie mir noch die Garage mit den Fahrr\u00e4dern zeigen wollte. Letztendlich hat der Google Translator f\u00fcr Abhilfe gesorgt. Wir hatten in mein Smartphone gesprochen und Google einfach die harte Arbeit machen lassen. Das hatte sogar besser funktioniert als anf\u00e4nglich angenommen. Alles kl\u00e4rte sich dann gl\u00fccklicherweise innerhalb weniger Minuten. Auf jeden Fall war die Dame \u00e4u\u00dferst freundlich und ich habe mich in dem B&amp;B sofort wohl gef\u00fchlt.<\/p>\n<p dir=\"auto\">Gegen Mittag war ich nach dem Einrichten zun\u00e4chst duschen und bin dann direkt nach Venedig mit dem Zug gefahren, bis sp\u00e4t abends &#8211; die leichte \u00dcberm\u00fcdung durch die lange Busfahrt hatte ich durch den Anblick Venedigs schnell vergessen.<\/p>\n<p dir=\"auto\">Den Tag danach, Sonntag, bin ich ebenfalls in Venedig gewesen. Der Chef meines Praktikumsbetriebs hatte mich w\u00e4hrenddessen netterweise pl\u00f6tzlich per WhatsApp danach gefragt, ob ich spontan zum Pizza essen vorbeikommen m\u00f6chte &#8211; zu diesem Zeitpunkt stand ich gerade auf einem Aussichtsturm in Venedig. Das h\u00e4tte zeitlich leider \u00fcberhaupt nicht mehr gepasst und deshalb haben wir das Essen auf den Donnerstag in der Folgewoche verschoben, nach der Arbeit. Dazu ist zu sagen, dass das Haus des Chefs ca. 5 Minuten zu Fu\u00df von meinem B&amp;B entfernt war. Er ging also davon aus, dass ich zu Hause war. Ich war \u00e4u\u00dferst positiv \u00fcberrascht von so einem hohen Ma\u00df an Gastfreundschaft.<\/p>\n<p dir=\"auto\"><strong>Unterkunft<\/strong><\/p>\n<p dir=\"auto\">Das B&amp;B geh\u00f6rt einer einzelnen sehr netten italienischen Familie und bietete im Obergeschoss 3 verschiedene Zimmer f\u00fcr G\u00e4ste. Eins davon war f\u00fcr 3 Wochen meins. Im Erdgeschoss gab es K\u00fcche, Wohnzimmer \/ Esszimmer und Eingangsflur, alles sehr ansprechend und zugleich simpel eingerichtet, viel Platz und sehr gem\u00fctlich. Einzig die Lampen im Esszimmer hingen f\u00fcr meine Verh\u00e4ltnisse sehr niedrig und dann auch noch mitten im Gehbereich, sodass ich mir in meiner Praktikumszeit dort leider mehrfach den Kopf gesto\u00dfen haben. Das war aber auch der einzige Negativpunkt f\u00fcr das gesamte B&amp;B und dieser war jetzt auch nicht so gravierend, denn irgendwo war&#8217;s meine eigene Schuld. Auf dem Grundst\u00fcck des B&amp;B gibt es eine Garage, aus der ich mir morgens immer eins von 3 Fahrr\u00e4dern ohne Aufpreis ausleihen konnte um innerhalb von 15 bis 20 Minuten zur Arbeit zu gelangen. Das Firmengel\u00e4nde des Betriebs war von einem sich automatisch \u00f6ffnenden und schlie\u00dfenden Tor umgeben, weshalb ich mir keine Gedanken \u00fcber einen m\u00f6glichen Diebstahl des Fahrrads w\u00e4hrend meiner Arbeitszeit machen musste.<\/p>\n<p dir=\"auto\">Mit der Tochter der Besitzerin hatte ich Nummern ausgetauscht, damit ich mich bei Fragen oder Problemen sofort melden kann. Zudem versorgte sie mich bereits am ersten Tag mit reichlich Info-Flyern und Brosch\u00fcren \u00fcber nahe gelegene wirklich sch\u00f6ne Radwege. Letztere weckten zwar mein Interesse, allerdings war mir klar, dass meine Zeit an den Wochenenden sehr begrenzt sein w\u00fcrde und ich diese Zeit vorzugsweise f\u00fcr St\u00e4dtetrips nach Venedig, Verona, Sirmione, Padua etc. nutzen w\u00fcrde.<\/p>\n<p dir=\"auto\">Eine Besonderheit, von der ich bis zur Anreise gar nichts wusste: Mir wurde sogar angeboten, dass meine W\u00e4sche jederzeit ohne Aufpreis gewaschen werden kann. So bin ich nach dem Praktikum mit frischer W\u00e4sche zur\u00fcckgereist und hatte zuhause quasi gar keine Arbeit mehr.<\/p>\n<p dir=\"auto\">Morgens gab es im B&amp;B t\u00e4glich immer frisches (sehr s\u00fc\u00dfes &#8211; typisch italienisches) Fr\u00fchst\u00fcck. Dieses war zwar sehr k\u00f6stlich, aber bereits nach ein paar Tagen schmeckte es f\u00fcr mich bedauerlicherweise nur noch nach Diabetes. Daraufhin hatte ich morgens einfach &#8211; wie in Italien offenbar \u00fcblich &#8211; nur sehr wenig gegessen. Ern\u00e4hrungstechnisch war ich in meiner Praktikumszeit wahrscheinlich wie ein echter Italiener unterwegs, allerdings war f\u00fcr mich schnell klar, dass ich in Deutschland meine Essgewohnheiten sofort wieder umstellen w\u00fcrde. Der K\u00fchlschrank war immer gef\u00fcllt, sogar t\u00e4glich immer mit reichlich neuen Wasserflaschen, die ich ohne Aufpreis mit zur Arbeit und f\u00fcr St\u00e4dtetrips am Wochenende nehmen konnte. Im K\u00fchlschrank konnte ich dar\u00fcber hinaus Fertiggerichte f\u00fcr die Mikrowelle, die ich selbst im Supermarkt gekauft hatte, lagern und t\u00e4glich als Mittagessen mit zur Arbeit nehmen. Da das Fr\u00fchst\u00fcck den ganzen Tag \u00fcber f\u00fcr die G\u00e4ste zur Verf\u00fcgung stand, konnte ich auch abends noch etwas davon nehmen. In der Regel habe ich mir abends jedoch h\u00e4ufig selbstgekaufte Nudeln mit verschiedenen So\u00dfen in der K\u00fcche des B&amp;Bs gekocht.<\/p>\n<p dir=\"auto\"><strong>Abreise<\/strong><\/p>\n<p>Abends, ein Tag nach meinem letzten Arbeitstag, begann dann auch nach meinem Check-Out in Piombino Dese schon meine Flixbus-R\u00fcckreise von Venedig Mestre zur\u00fcck nach Deutschland. Auf der R\u00fcckfahrt hatte ich einen Umstieg am Frankfurter Flughafen &#8211; verlief alles reibungslos.<\/p>\n<p>Gru\u00df Justin<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anreise\u00a0 Nachmittags am 4. Oktober begann meine Reise mit dem Flixbus vom D\u00fcsseldorfer Hauptbahnhof. Die Fahrt dauerte etwa 16 Stunden lang nach Venedig Mestre. Gl\u00fccklicherweise handelte es sich um eine Direktfahrt &#8211; von daher hatte ich nicht mit l\u00e4stigen Umstiegen zu k\u00e4mpfen, sondern konnte die ganze Zeit lang im gleichen Bus sitzen bleiben. Am 5. 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