{"id":5703,"date":"2017-04-15T13:32:36","date_gmt":"2017-04-15T11:32:36","guid":{"rendered":"http:\/\/international-mwbk.de\/?p=5703"},"modified":"2023-03-12T23:00:35","modified_gmt":"2023-03-12T21:00:35","slug":"polnisch-deutsch-deutsch-polnisch-und-fazit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/international-mwbk.de\/?p=5703","title":{"rendered":"Polnisch-Deutsch, Deutsch-Polnisch und Fazit"},"content":{"rendered":"<p>Hallo zusammen,<\/p>\n<p>heute schreibe ich schon wieder aus Deutschland zu euch.<\/p>\n<p>Ich kann es nicht fassen, dass das Auslandspraktikum schon vorbei ist, doch tats\u00e4chlich hatte ich gestern schon meinen letzten Tag in Polen. Die letzte Woche war besonders arbeitsintensiv, insbesondere f\u00fcr meine Kollegen, die praktisch von Meeting zu Meeting gerannt sind. Daher haben sich auch die Erfahrungen nach der Arbeit darauf beschr\u00e4nkt, dass ich allein die Gegend erkundet habe. Ich muss aber sagen, dass man dabei wirklich schon eine Menge \u00fcber die polnische Kultur lernen kann und ich dachte mir: &#8222;Wieso nicht ein paar wichtige Infos zusammentragen!&#8220;<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Zebrastreifen in Polen: <\/strong>Auch in Polen gelten an Zebrasteifen die gleichen Regeln wie in Deutschland. M\u00f6chte jemand die Stra\u00dfe \u00fcberqueren, muss der Autofahrer halten. Zumindest in der Theorie, doch in der Praxis scheint es zumindest in Posen gang und g\u00e4be zu sein die Streifen gezielt zu ignorieren. So kann es vorkommen, dass man als Fu\u00dfg\u00e4nger schon einmal ein paar Minuten an einer stark befahreren Stra\u00dfe warten muss. Alternativ kann man sich nat\u00fcrlich auch \u00fcberfahren lassen.<\/li>\n<li><strong>Bezahlung in Polen:<\/strong> In Polen ist man in Sachen elektronische Zahlungssysteme wirklich fortgeschrittener als in Deutschland. W\u00e4hrend bei uns eher bei Gro\u00dfeink\u00e4ufen die Karte gez\u00fcckt wird, aber ansonsten eher auf Bargeld gesetzt wird, bezahlt in Polen fast jeder ausschlie\u00dflich mit Karte. Auch f\u00fcr kleine EInk\u00e4ufe wird einfach eben die Karte \u00fcber den Scanner gehalten und die Sache ist erledigt. Da kann es sogar schon mal vorkommen, dass man etwas schief angeschaut wird, wenn man immer mit Bargeld bezahlt.<\/li>\n<li><strong>\u00d6ffentlicher Nahverkehr:<\/strong> In Posen kommt man mit den &#8222;Trams&#8220; wirklich \u00fcberall hin, doch die Gr\u00f6\u00dfe l\u00e4sst etwas zu W\u00fcnschen \u00fcbrig. In den winzigen Bahnen ist \u00dcberf\u00fcllung vorprogrammiert, wobei man jedoch beachten muss, dass &#8222;eine volle Bahn&#8220; Ansichtssache ist. So ist eine &#8222;volle Bahn&#8220; f\u00fcr mich Landei eventuell gleichbedeutend mit einer &#8222;gut gef\u00fcllten Bahn&#8220; f\u00fcr Stadtkinder.<\/li>\n<li><strong>Taxis in Polen:<\/strong> In meinen vorherigen Blogs habe ich bereits die Freundlichkeit der Polen angesprochen. Wer deswegen nun auf nette Gespr\u00e4che mit den Taxifahrern hofft&#8230; Nein! Sicherlich h\u00e4ngt es auch immer vom Fahrer ab, doch jedes Mal, wenn ich mit dem Taxifahrer ein Gespr\u00e4ch anfangen wollte, habe ich nur &#8222;mhh&#8220; als Antwort erhalten. Kann nat\u00fcrlich auch daran liegen, dass ich versucht habe Englisch mit ihnen zu reden und es sich anders verhalten h\u00e4tte, h\u00e4tte ich Polnisch gesprochen.<\/li>\n<li><strong>Polnisches Essen:<\/strong> Alles in allem sei hier gesagt &#8211; Jummy! Das polnische Essen ist wirklich lecker, doch f\u00fcr Liebhaber der deutschen K\u00fcche m\u00f6chte ich hier auf drei Dinge eingehen.\n<ol>\n<li><em>Rotkohl<\/em> &#8211; Ein beliebtes Gericht in Deutschland und Polen. W\u00e4hrend man es in Deutschland meist eher s\u00fc\u00dflich als Apfelrotkohl isst, wird es in Polen ohne \u00c4pfel und eher s\u00e4uerlich gegessen<\/li>\n<li><em>R\u00fchrei<\/em> &#8211; Bestellt man in Deutschland diesen Klassiker bekommt man &#8211; auch aufgrund der rechtlichen Situation &#8211; meist eine furztrockene, totgegarte Eierspeise. In Polen ist man es eher etwas &#8222;schlabberiger&#8220;, also so, dass es gerade so gestockt ist.<\/li>\n<li><em>Die Fastfood-Kette, die jeder kennt<\/em>&#8211; An dieser Stelle muss ich eine Beschwerde loswerden. Nat\u00fcrlich wollte ich es mir nicht nehmen lassen auch die Lieblings-Fastfood-Kette (schreibt man das so?) der Deutschen in Polen zu besuchen und war doch sehr erstaunt. In Deutschland bekommt man auf den Anzeigetafeln sch\u00f6ne Burger pr\u00e4sentiert, die dann aber in Wirklichkeit&#8230; sagen wir mal &#8222;suboptimal&#8220; aussehen. In Polen sehen sich die Burger auf der Anzeige und in Wirklichkeit da schon deutlich \u00e4hnlicher. Dar\u00fcber hinaus ist die Auswahl anders. Insbesondere f\u00fcr jemanden wie mich, der sehr gerne pikant und scharf isst, eindeutig eine bessere. Also: Deutschland wieso gibt es das hier nicht?<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Stressiger Einkauf:<\/strong> Wir kennen das alle &#8211; Der Wocheneinkauf steht an und zig Leute wuseln wie wild durch den Supermarkt und dr\u00e4ngeln sich an den Kassen. Die Kassiererin versucht in Lichtgeschwindigkeit die Waren \u00fcber den Scanner zu ziehen um die dr\u00e4ngelnden Kunden, typisch gestresste Deutsche, m\u00f6glichst schnell loszuwerden. Schauen wir uns einen vergleichbaren Supermarkt in Polen an &#8211; Zwei Kassen ge\u00f6ffnet, gef\u00fchlt hundert Kunden in v\u00f6lliger Entspannung. Sehlenruhig ziehen die Kassiererinnen eine Ware nach der anderen im Minutentakt \u00fcber den Scanner und schauen anschlie\u00dfend dabei zu, wie der Kunde in v\u00f6lliger Gelassenheit seine Eink\u00e4ufe in Taschen verstaut, bevor sie sich den n\u00e4chsten Kunden zuwenden. F\u00fcr die stets gestressten Deutschen wortw\u00f6rtlich der Horror!<\/li>\n<\/ol>\n<p>So viel zu meinen Tipps! Als n\u00e4chstes m\u00f6chte ich noch mal zu meinem letzten Arbeitstag in Polen zur\u00fcckkommen. Karfreitag ist zwar kein offizieller Feiertag, doch trotzdem hat in Polen an diesem Tag fast jeder Urlaub. Auch unser B\u00fcro war an diesem Tag ziemlich leer. Die Arbeit an bestand aber auch eher darin sich mit den anderen Kollegen zu unterhalten, bis die Uhr endlich 15:00 Uhr schl\u00e4gt. Bei einem gemeinsamen Essen haben wir uns dann noch standesgem\u00e4\u00df voneinander verabschiedet und mit einem Abschiedsgeschenk (S\u00fc\u00dfigkeiten und nat\u00fcrlich Schnaps) und Sack und Pack ging es dann auf zum Flughafen.<\/p>\n<p>Man mag es nicht glauben, aber dies war tats\u00e4chlich mein erster Flug. Dementsprechend war ich nat\u00fcrlich ordentlich nerv\u00f6s als ich am Flughafen in Posen ankam. Wo muss ich \u00fcberhaupt hin? Was ist mit meinem Gep\u00e4ck? Schaffe ich es rechtzeitig das richtige Gate zu finden? Wa&#8230; Moment mal, ist der Flughafen zu? Kein Check-In Schalter ist besetzt und auch sonst laufen hier drei Gestalten rum. Ein Blick auf die Uhr verr\u00e4t mir, dass das Boarding in einer Stunde beginnt. Ich setze mich erst einmal hin und nach 30 Minuten \u00f6ffnet dann endlich der erste Schalter. Gep\u00e4ck aufgegeben, durch die Sicherheitskontrolle, Gate gefunden, L\u00c4UFT! Mit h\u00f6chstens 10 weiteren Passagieren ging es dann um kurz vor 19:00 auf nach Frankfurt. F\u00fcr alle, die Angst vor ihrem ersten Flug haben sei hier gesagt: Bahnfahren ist schlimmer!<br \/>\nIn Frankfurt angekommen konnte ich es direkt riechen: Die gestressten Deutschen, die durch den Flughafen hechten um ihren Anschlusszug rechtzeigtig zu bekommen, doch ich habe die polnische Gelassenheit mitgebracht und schlender gem\u00fctlich zum Gate. Auch nach dem Gatewechsel bleibe ich \u00e4u\u00dferlich ganz gelassen und lasse es nur innerlich brodeln. Nach gut 30 Minuten geht es dann im Shuttle zum Flugzeug und siehe da: Es ist das selbe Flugzeug, mit dem ich schon von Posen nach Frankfurt geflogen bin. Entspannt lehne ich mich zur\u00fcck und verbringe den Flug damit mich dar\u00fcber zu \u00e4rgern, dass ich nicht direkt im Flugzeug sitzen bleiben konnte.<br \/>\nUm 22:50 setz die Maschine dann endlich in M\u00fcnster auf. Mit dem Gep\u00e4ck ging es dann noch durch den Zoll, die sich nicht \u00fcber den Alkohol beschweren, aber \u00fcber die zwei T\u00fcten S\u00fc\u00dfigkeiten, oder wie sie es nennen &#8222;S\u00fc\u00dfigkeiten in gro\u00dfen Mengen&#8220;. Lassen wir das einfach mal so stehen und beenden diese nette Anekdote mit den Worten: Raus, Taxi, Home Sweet Home!<\/p>\n<p>Ich bin nicht so gut, wenn es darum geht etwas abschlie\u00dfend zusammenzufassen und ein Fazit zu ziehen, deswegen m\u00f6chte ich es einfach knapp halten:<br \/>\n<strong>Ich m\u00f6chte jedem, dem die M\u00f6glichkeit geboten wird ein Auslandspraktikum zu machen, dies w\u00e4rmstens empfehlen. Nicht nur, dass es interessant ist andere Kulturen kennenzulernen, man nimmt so viele neue Erfahrungen mit, bekommt andere Perspektiven aufgezeigt und lernt nette Leute kennen. Vielen Dank daf\u00fcr!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo zusammen, heute schreibe ich schon wieder aus Deutschland zu euch. Ich kann es nicht fassen, dass das Auslandspraktikum schon vorbei ist, doch tats\u00e4chlich hatte ich gestern schon meinen letzten Tag in Polen. Die letzte Woche war besonders arbeitsintensiv, insbesondere f\u00fcr meine Kollegen, die praktisch von Meeting zu Meeting gerannt sind. 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