{"id":4856,"date":"2016-10-07T17:41:35","date_gmt":"2016-10-07T15:41:35","guid":{"rendered":"http:\/\/international-mwbk.de\/?p=4856"},"modified":"2023-03-13T11:26:27","modified_gmt":"2023-03-13T10:26:27","slug":"von-der-tastatur-zur-werkbank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/international-mwbk.de\/?p=4856","title":{"rendered":"Von der Tastatur zur Werkbank"},"content":{"rendered":"<p>In meiner ersten Arbeitswoche habe ich einiges erlebt. Nat\u00fcrlich ist vieles unterschiedlich im Vergleich zur deutschen Arbeitskultur.<\/p>\n<p>In meinem Betrieb werden Filteranlagen hergestellt. Hier eine kurze zusammengefasste Arbeitsablaufbeschreibung:<br \/>\nZun\u00e4chst werden die ben\u00f6tigten Bleche in Form gewalzen und alle gro\u00dfen Teile schlie\u00dflich zusammen geschwei\u00dft.\u00a0 Anschlie\u00dfend kommen die Filter zum Sandstrahlen und werden danach lackiert. Zur\u00fcck in der gro\u00dfen Produktionshalle werden die kleinen Teile vorbereitet und anmontiert, wie z.B. der Druckluft Tank, die T\u00fcr oder der Staubeimer.<br \/>\nDaraufhin sind die Filter zum Versand bereit.<\/p>\n<div id=\"attachment_4857\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/international-mwbk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_7852.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4857\" class=\"size-medium wp-image-4857\" src=\"http:\/\/international-mwbk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_7852-300x225.jpg\" alt=\"Fertige Filteranlagen\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/international-mwbk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_7852-300x225.jpg 300w, https:\/\/international-mwbk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_7852-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/international-mwbk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_7852-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4857\" class=\"wp-caption-text\">Fertige Filteranlagen<\/p><\/div>\n<p>Meine Arbeitswoche sah folgender aus:<br \/>\nDie ersten beiden Tagen habe ich vor allem in den Offices verbracht. Mir wurde ein genereller Eindruck \u00fcber die Arbeitsabl\u00e4ufe vermittelt. Des weiteren wurden mir die Softwares vorgestellt und die Mitarbeiter haben mir die interne Unternehmenkommunikation n\u00e4her gebracht. Diese w\u00fcrde ich als sehr effizient beschreiben. Sie benutzen viele gemeinsame Software Plattformen und M\u00f6glichkeiten, um einen steitigen Austausch \u00fcber Projekte etc. zu haben. Mir ist auch aufgefallen, dass die Kommunikationsrate sehr viel h\u00f6her ist, als in Deutschland. Die Mitarbeiter haben deutlich mehr Meetings und quatschen auch erstmal vor Beginn der Arbeit. Auch durch die gemeinsamen Pausen hindurch, wird nur geredet. Man bekommt das Gef\u00fchl vermittelt, dass man versucht, Probleme gemeinsam zu l\u00f6sen und einen hohen Informationsfluss bei zu behalten. Verglichen mit Deutschland, denke ich, dass wir eher versuche Probleme und Thematiken alleine zu l\u00f6sen und zu erarbeiten. Hier besteht ein deutlicher Unterschied.<br \/>\nIch habe w\u00e4hrend den ersten Tagen im Office mit dem Kollegen Angebote und Transportzeichnungen erstellt.<\/p>\n<p>Den Rest der Woche habe ich in der Produktion verbracht. Und es w\u00e4re untertrieben zu sagen, dass diese Produktion eine andere Welt ist, als eine deutsche Produktion. W\u00e4hrend bei uns alles sauber, geordnet und modern ist, ist es hier eher das Gegenteil. Die Arbeitspl\u00e4tze der Arbeiter sind nicht ordentlich und sauber gehalten und die Maschinen sind noch aus der Zeit vorm ersten Weltkrieg.<br \/>\nBis auf die Produktionsleiter (und das ganze Office) spricht keiner der Arbeiter Englisch.<br \/>\nEin gro\u00dfer Unterschied ist au\u00dferdem das Gehalt. Aber ich denke, dass das sowieso klar ist.In der Produktion habe ich Luftdrucktanks und T\u00fcren an die Filter montiert, so wie Filterpatronen eingebaut. Zuvor hatte ich die T\u00fcrhalter und auch die R\u00e4der f\u00fcr die Staubeimer zusammengeschraubt. T\u00e4tigkeiten, welche in Deutschland wahrscheinlich nicht zu bezahlen w\u00e4ren.<br \/>\nHeute habe ich mit einem anderen jungen Mann kleine Kegel f\u00fcr die Filterpatronen hergestellt.<\/p>\n<div id=\"attachment_4858\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/international-mwbk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_7898.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4858\" class=\"size-medium wp-image-4858\" src=\"http:\/\/international-mwbk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_7898-300x225.jpg\" alt=\"Herstellung der Kegel \" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/international-mwbk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_7898-300x225.jpg 300w, https:\/\/international-mwbk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_7898-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/international-mwbk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_7898-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4858\" class=\"wp-caption-text\">Herstellung der Kegel<\/p><\/div>\n<p>Und zwar nur mit einem Hammer und Muskelkraft. Das in Deutschland zu machen w\u00e4re unvorstellbar!!<br \/>\nZum Gl\u00fcck wird zur Zeit ein Werkzeug entwickelt, welches den Prozess der Herstellung erheblich vereinfach wird.<br \/>\nDiese Kegel werden \u00fcbrigens im Filter vor den Filterpatronen angebracht, damit die Luft sich optimal in die Filterpatronen verteilt.<br \/>\nDiese T\u00e4tigkeiten in der Produktion waren defintiv mal eine gute Abwechslung aber ich muss klar sagen, dass ich in Zukunft gerne wieder an die Tastatur zur\u00fcck wechsel.<\/p>\n<p>Alle Arbeiter kommen \u00fcbrigens um Punkt 7 Uhr, machen Pause um Punkt 10 und 12 und gehen alle p\u00fcnktlich um 15 Uhr. Ohne Ausnahme.<br \/>\nZudem reden die Mitarbeiter st\u00e4ndig, dass gleich Feierabend ist oder schauen oft auf die Uhr, wann denn die n\u00e4chste Pause ansteht.<\/p>\n<div id=\"attachment_4859\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/international-mwbk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_7899-e1475854753779.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4859\" class=\"size-medium wp-image-4859\" src=\"http:\/\/international-mwbk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_7899-e1475854753779-225x300.jpg\" alt=\"Die Uhrzeiten mit entsprechenden Smileys einem Hallentr\u00e4ger angemalt\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/international-mwbk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_7899-e1475854753779-225x300.jpg 225w, https:\/\/international-mwbk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_7899-e1475854753779-768x1024.jpg 768w, https:\/\/international-mwbk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_7899-e1475854753779-624x832.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4859\" class=\"wp-caption-text\">Die Uhrzeiten mit entsprechenden Smileys an einem Hallentr\u00e4ger angemalt<\/p><\/div>\n<p>Bis bald!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meiner ersten Arbeitswoche habe ich einiges erlebt. 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